Marburg

Zu den Urgesteinen im deutschen Blindenfußbal gehört das Team aus Marburg. Seit Herbst 2006 wird an der Blindenstudienanstalt (Blista) der Universitätsstadt an der Lahn Fußball mit dem Rasselball angeboten. Unter der Leitung des Trainergespanns Peter Goeßmann und Oliver Einloft konnten die Kicker der Blista viele Erfolge verbuchen. Neben den Siegen bei den Freiluftturnieren Lichtkick im Jahre 2007 und 2008 ist die Marburger Mannschaft bei vielen Events im Blindenfußballkalender anwesend. So waren sie 2007 Gastgeber eines Adventsturniers und richteten 2010 das Finale für Drei aus. Ebenso diente das Setting der Marburger für die Durchführung des ersten Blindenfußball-Weltpokals für Frauen und Mädchen 2009. In die Geschichte des deutschen Blindenfußballs geht das Team seit dem Jahre 2008 ein; hier feierten die Hessen den Gewinn der ersten Deutschen Meisterschaft überhaupt. Seit diesem Titel warteten die Marburger aber vergebens auf einen erneuten Titelgewinn in der Bundesliga (DBFL). In der Liga ist Marburg stets ein Favorit auf die Meisterschaft. Mit attraktivem Angriffsfußball versuchen die jungen Spieler interessanten Fußball zu zeigen und im oberen Tabellendrittel mit dabei zu sein. Mit als einzige Mannschaft setzte Trainer Goeßmann von Beginn an auf den Einsatz von sehbehinderten Torleuten, was bei anderen Teams eher unüblich ist.

In den Anfangsjahren noch unter dem Dach der SSG Blista Marburg firmierend, schloss sich die Mannschaft Anfang 2011 den Sportfreunden Blau-Gelb Marburg an, um den Fußball auch in der Stadt und der Region bekannter zu machen. Seit März 2012 sind die Sportfreunde nun auch Besitzer eines eigenen Blindenfußballplatzes in Marburg Cappel.

Das Training findet wöchentlich statt.

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