Alexander Fangmann schießt MTV Stuttgart zum Meistertitel

Der MTV Stuttgart sichert sich auf dem Magdeburger Domplatz durch einen 3:0-Sieg gegen den FC St. Pauli den Meistertitel – der insgesamt siebte in der Vereinshistorie der Schwaben.

Beim Start in das Finale waren beide Mannschaften zunächst darauf bedacht, aus einer stabilen Defensive zu agieren und Fehler zu vermeiden. So ergaben sich in der Anfangsphase je nur eine Halbchance für beide Teams. Sowohl Fangmann als auch Narjes schlossen zu überhastet ab. Der erster Aufreger nach in einer ansonsten fast schon passiven, dafür aber fairen Anfangsphase, war ein hartes Einsteigen von Alexander Fangmann, der bei einem Foul an der Mittellinie Glück hatte, ohne gelbe Karte davon gekommen zu sein. Fortune hatten die Schwaben auch in der 15. Minute bei der bis dahin besten Torchance durch Rasmus Narjes, dessen verdeckter Schuss für MTV-Keeper Tim van Aken spät zu sehen war und nur knapp am rechten Pfosten vorbeistrich. In der letzten Spielminute unterlief den Kiezkickern das fünfte Teamfoul, der MTV konnte aber kein weiteres Foul mehr ziehen und so ging es torlos in die Kabine.

Beste Bedingungen hatten die beiden Finalisten am Magdeburger Domplatz. Credits: Carsten Kobow/DFB-Stiftung Sepp-Herberger
Beste Bedingungen hatten die beiden Finalisten am Magdeburger Domplatz. Credits: Carsten Kobow/DFB-Stiftung Sepp-Herberger

Nach einem zaghaften ersten Durchgang gelang den Stuttgarter mit Wiederanpfiff ein fulminanter Start. In der 23. Minute nahm Alexander Fangmann einen harten Anwurf seines Torhüters an der Bande an und dribbelte in den Sechsmeterraum. Seinen ersten Abschluss parierte Matthias Gutzmann im Tor der Hanseaten noch, den Abpraller sammelte der Routinier aber gedankenschnell auf und traf mit seinem Flachschuss zur umjubelten Führung. Die Kiezkicker von diesem Rückstand geschockt, taumelten in dieser Phase und nur drei Minuten später brachte erneut Fangmann den MTV mit einer Willensleistung zum Jubeln. Gegen zwei Verteidiger setzte sich der Nationalspieler im Strafraum durch und konnte aus dem Gewühl aus vier Metern ins linke untere Eck vollstrecken. Durch diesen Rückstand hatte der FC St. Pauli nun nichts mehr zu verlieren und begann mutiger nach vorne zu spielen.

St. Pauli-Kicker Serdal Celebi setzt sich hier noch gegen Alexander Fangmann durch. Am Ende müssen er und seine Kiezkicker sich den Schwaben beugen. Credits: Carsten Kobow/DFB-Stiftung Sepp-Herberger
St. Pauli-Kicker Serdal Celebi setzt sich hier noch gegen Alexander Fangmann durch. Am Ende müssen er und seine Kiezkicker sich den Schwaben beugen. Credits: Carsten Kobow/DFB-Stiftung Sepp-Herberger

Erneut Pech hatte erneut Narjes, dem fast im Gegenzug der Anschlusstreffer gelang. Nach einem Dribbling über die linke Seite traf er mit seinem Abschluss nur den rechten Innenpfosten, von wo der Ball auf der Torlinie kullernd von van Aken aufgenommen werden konnte. Der MTV war in dieser Phase zu passiv und wusste sich oft nur durch Fouls zu helfen, so dass die Kiezkicker fünf Minuten vor Schluss nach Überschreiten der Teamfoulgrenze einen Achtmeter zugesprochen bekamen. Wieder war es Narjes, der dem Spiel nochmal eine neue Wendung hätte geben können, sein Schuss ging allerdings deutlich über das Tor und als Alexander Fangmann zwei Minuten vor Schluss sogar noch seinen dritten Treffer an diesem Tag gelang, war das Spiel endgültig entschieden.

Symbolisch für den Spielverlauf und das fehlende Glück der Kiezkicker war die letzte gefährliche Aktion des Spiels, als erneut Narjes aus spitzem Winkel am Innenpfosten scheiterte. Der Rest war Stuttgarter Jubel, die nach dieser turbulenten und kurzen Spielzeit die Meisterschale auf dem Domplatz in die Höhe strecken können.

 

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