Gruppensieg- oder Ausschied: DBS-Team vor der Entscheidung

Die unglückliche EM-Auftaktniederlage gegen England hat die deutsche Blindenfußball-Nationalmannschaft gut wegsteckt – zumindest im Ergebnis. In der zweiten Turnierpartie gegen Außenseiter Griechenland feierte das DBS-Team ein glanzloses 3:0. Jonathan Tönsing traf doppelt, Alexander Fangmann markierte den dritten Treffer. „In der ersten Halbzeit wollten wir zu oft mit dem Kopf durch die Wand und hatten viel Tempo, aber es fehlte uns dann an der Balkontrolle“, resümierte Kapitän Fangmann.


Mit Rasmus Narjes (für Ted Altunbas), Hasan Koparan (für Alex Fangmann) und Alican Pektas für Jonathan Tönsing) war das DBS-Team in die Partie gestartet, in einer zerfahrenen ersten Halbzeit hatte der zu dem Zeitpunkt eingewechselte Tönsing mehrfach von der halbrechten Positionen aussichtsreiche Torchancen, scheiterte aber entweder an einem Bein der Griechen oder aber an Schlussmann Giorgios Ampatzis. Die hochkarätigste deutsche Möglichkeit hatte Hasan Koparan, der aus vier Metern erst an Ampatzis scheiterte und den Nachschuss direkt am Tor vorbeisetzte. Nach dem Seitenwechsel sorgte Tönsing allerdings mit einem Doppelschlag für ein Aufatmen auf Seiten des DBS-Teams. Kurz vor Schluss machte Fangmann den Endstand perfekt.

Jonathan Tönsing feiert mit Co-Trainer Enrico Göbel. Foto: Simone Forzan/FISPIC
Jonathan Tönsing feiert mit Co-Trainer Enrico Göbel. Foto: Simone Forzan/FISPIC

Heute spielt Deutschland gegen Frankreich (15 Uhr), die Equipé Tricolore ist mit vier Punkten aus zwei Spielen derzeit auf Halbfinalkurs. Um das Halbfinale zu erreichen benötigt die DBS-Mannschaft Siege gegen Frankreich und gegen Russland (morgen). Nur dann würde das Gößmann-Team im Halbfinale stehen – allerdings dann auch als Gruppensieger. Hintertorguide Martin Mania fügte an: „Gegen Frankreich erwartet uns ein ähnlich körperbetontes Spiel wie gegen England. Wir müssen uns auf Villerouxs Dribbling einstellen. Er treibt den Ball vor sich her, anders als viele weitere Blindenfußballer, die den Ball zwischen ihren Beinen hin- und herpendeln lassen. Das ist schwierig zu verteidigen.“

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