Der Blindenfußball

Schon seit den 60er Jahren in Südamerika gespielt ist der Rasselball in den 80ern in Europa angekommen. Seit Mai 2006 jagen auch deutsche Sportler dem Leder hinterher.

Beim Blindenfußball spielen vier blinde Sportler sowie ein sehender Torwart gegeneinander. Gespielt wird auf einem 40 x 20 Meter großen Kunstrasenfeld, welches an den Längsseiten durch ca. 110cm hohe Banden begrenzt ist, die mit als Orientierung dienen und ins Spiel eingebunden werden. In der Spielzeit von 2 x 25 Minuten versuchen die Spieler den knapp 510g schweren Ball, der mit einem rasselnden Klangsystem ausgestattet ist, im gegnerischen Tor zu platzieren. Unterstützt wird jede Mannschaft von ihrem Torwart, der sein handballtorgroßes Gehäuse hütet, aus einem 8qm großen Bereich vor seinem Tor nicht heraustreten darf und zusammen mit einem sog. Seitenrufer an der Bande die eigene Mannschaft unterstützt. Zur Komplettierung des eigenen Teams verfügt jede Mannschaft über einen sog. Torguide, der hinter dem gegnerischen Tor steht und durch Kommandos versucht, den ballführenden Sportler zum Torabschluss und Torerfolg zu rufen.
Damit es zu keinen Zusammenstößen kommt, dient das international verwendete Wort VOY als verbindlicher Zuruf, wenn sich ein Spieler dem Ballführenden nähert und ihn angreift.
Ebenfalls tragen alle Sportler zur Chancengleichheit spezielle Augenflaster sowie eine Augenmaske, um evtl. vorhandene Restsicht zu verhindern.

Auf den Unterseiten in diesem Bereich wird die Geschichte des Blindenfußballs in Deutschland dargestellt. Auch bietet ein Link genauere Informationen zum Regelwerk, der Ballbeschaffung und zu den Terminen im Jahr. Weitergehend führt ein Klick zur sog. Jahrestabelle des deutschen blindenfußballs; hier wird das Engagement deutscher Teams bewertet und in einer Rangliste dargestellt.

Alles rund um das rasselnde Leder