Chronik des Blindenfußballs

Die Geschichte des Blindenfußballs in Deutschland wird erst seit dem jahre 2006 geschrieben. In dieser Chronik wird versucht möglichst viele Infos auf dem Weg durch die Jahre darzustellen. Natürlich kann eine solche Aufstellung nur Highlights und wichtige Events abbilden. Wir bitten um Verständnis, dass nicht jedes Freundschaftsspiel hier gelistet wurde.

 

2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015

2006 – Kick-off in Deutschland

Mit dem ersten internationalen Blindenfußballturnier am 26. und 27. Mai 2006 in Berlin begann die Geschichte des Blindenfußballs in Deutschland. Hier gab es bisher keinen organisierten, vereinsangebundenen Blindenfußball wie etwa in Südamerika, England oder Spanien. Um dies zu ändern, haben Vertreter des Sozialverbands Deutschland (SoVD) des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) in Zusammenarbeit mit dem Behinderten-Sportverband Berlin (BSB) und der Hartl + Tank GbR Ideen für eine Etablierung des Blindenfußballs in Deutschland entwickelt und die Austragung eines ersten repräsentativen, internationalen Turniers in Berlin, den International Blind Challenge Cup (IBCC), organisiert.
Dieser fand im Mai 2006 statt. Zu Gast waren Brasilien (Gold bei den Paralympics 2004 in Athen) und die drei besten Mannschaften der Europameisterschaften 2005 in Málaga/Spanien: Spanien, Frankreich und England. Die Teams spielten um den 1. Berliner IBCC-Pokal, der als ausgewiesener Wanderpokal symbolisch für die zukünftige Fortführung von Blindenfußballturnieren in Deutschland steht. In einem Endspiel der punktbesten Mannschaften des Turniers, Brasilien (sechs Tore) und Spanien (vier Tore), gewann Spanien mit 1:0. Frankreich landete auf dem dritten Platz. Der IBCC stand unter der Aufsicht von vier lizenzierten Schiedsrichtern der IBSA aus England, Frankreich, Griechenland und Spanien.
Im Rahmen dieses Workshops vermittelte vornehmlich die englische Nationalmannschaft einer Auswahl von interessierten deutschen Sportlern die Kompetenzen, um im Anschluss an ihren Wohnorten selbst Trainingsgruppen aufzubauen.
Vorreiter waren hier die Standorte Stuttgart und Hamburg. In Stuttgart begann unmittelbar nach diesem Kick-off das Training unter dem Dach des Berufsförderungswerkes Stuttgart. Ebenso gründeten Sportler aus Hamburg eine Blindenfußballgruppe in den Vereinsstrukturen des Proficlubs FC St. Pauli. Neben der bereits seit April existierenden Blindenfußball-Trainingsgruppe an der Universität Tübingen rollte im Laufe des Jahres 2006 auch in Würzburg, bei der BSG Essen, dem ISC Dortmund und nicht zuletzt in der Blindenstudienanstalt Marburg der Rasselball.

Das erste Spiel zweier deutscher Blindenfußball-Teams fand kurioserweise im November 2006 nicht in Deutschland, sondern im Fürstentum Liechtenstein statt. Während eines internationalen Jugendturniers, dem Hestromada-Cup, trat das Team aus Stuttgart im Rahmen dieses 20-minütigen Demonstrationsspiels gegen die Mannschaft aus Hamburg an.
Ende 2006 wurde somit an bereits acht Standorten Blindenfußball gespielt.

Auch international sollte Deutschland schon früh sein Können zeigen. Die Mannschaft aus Thessaloniki (Griechenland) lud bereits wenige Monate nach dem Startschuss des Sports in der Bundesrepublik ein deutsches Team nach Griechenland ein. Da es zum damaligen Zeitpunkt (Oktober) noch keine offizielle Nationalmannschaft gab und die bislang trainierenden Sportler sehr verteilt wohnten, reiste eine Auswahl deutscher Klubspieler unter der Leitung des Stuttgarter Trainers Ulrich Pfisterer und Torguide Monika Weiß (heute Grasmannsdorf) nach Griechenland, um sich mit den Nationalmannschaften aus Japan, Spanien, Griechenland sowie den italienischen Klubs aus Lecce und San Remo zu messen. Für ein halbes Jahr Training in Deutschland waren die Ergebnisse keine Überraschung. Die Mannen um Alex Fangmann (Stuttgart), Gerd Franzka (Berlin), Michael Löffler (Hamburg), Marcel Klose (Chemnitz), Uwe Lettmann (Dortmund), Christian Bachmann (Zweibrücken) und Torhüter Sascha Müller (Stuttgart) verloren ihre Spiele gegen Lecce mit 0:7, Thessaloniki mit 0:4, Spanien mit 0:4 sowie gegen Japan und San Remo mit 0:2.
Rückblickend können vor allem die Ergebnisse gegen die spanische und japanische Nationalmannschaft aufgrund des enormen Erfahrungsrückstands als beachtlich bezeichnet werden.

2007 – Erste Turniere / Deutschland auch in Europa aktiv

Am 31.3./1.4. fand in Deutschland das erste organisierte Turnier statt. In Tübingen trafen sich die Mannschaften aus Dortmund, Marburg, des FC St. Pauli, des BFW Würzburg sowie die im Februar neugegründete Mannschaft der Guide-Dogs aus Mainz in der Sporthalle der Eberhard-Karls-Universität. Tübingen als Ausrichter dieser Veranstaltung trat verstärkt mit Spielern aus Stuttgart an. Das erste Hallenturnier im Blindenfußball auf deutschem Boden konnten die Kicker aus Dortmund für sich entscheiden. Der silberne Pokal ging an Tübingen und die Guide-Dogs Mainz schafften es aufs Treppchen. Die Plätze 4-6 belegten Marburg, der FC. St. Pauli und Würzburg.

Den ersten richtig großen Vergleich im deutschen Blindenfußball gab es wenige Wochen später am 26. Mai 2007 in Neumünster. Genau ein Jahr nach dem offiziellen Startschuss im Blindenfußball trafen alle bisher trainierenden Mannschaften Deutschlands im Rahmen des sogenannten Licht-Kick-Turniers in Schleswig-Holstein aufeinander. Das Besondere hierbei war, dass erstmals ein Turnier unter freiem Himmel ausgespielt wurde. Der Lichtkick ist ein großes Jugendturnier, bei dem jährlich initiiert vom Lionsclub Neumünster-Holsten in Kooperation mit dem FC St. Pauli eine Spendenaktion für medizinische Projekte in Afrika stattfindet.
Bereits zu diesem Turnier bekam der Blindenfußball Zuwachs: die Neugegründete Mannschaft des BBW Chemnitz (heute als Chemnitzer FC spielend) wollte sich mit den anderen Teams messen. Auch stellten die Sportler aus der Bundeshauptstadt erstmals ein eigenes Team unter dem Namen „Berliner Zecken“.
Das Turnier, das schon einen gewissen Meisterschaftcharakter hatte, gewann das Team aus Marburg erst im 6-Meter-Schießen gegen die Mainzer Karnevalskicker. Der dritte Platz ging an das Team aus Stuttgart. Die übrigen Plätze machten in der aufgeführten Reihenfolge Dortmund, Essen, Hamburg, Würzburg, Chemnitz und Berlin.

Im Juni 2007 schaltete sich auch der Deutsche Behindertensportverband (DBS) ins Geschehen ein. Blindenfußball ist seit 2004 eine paralympische Sportart und erfährt somit Förderung durch den Dachverband des Behindertensports in Deutschland.

Nach zwei umfangreichen Sichtungsveranstaltungen in Essen und in Stuttgart wurde unter der Leitung eines Trainergespanns aus Ulrich Pfisterer (Stuttgart) und Peter Schreiner (Essen) die erste offizielle Deutsche Bundesauswahl gebildet, die Deutschland bei den im September 2007 stattfindenden 5. Europameisterschaften in Athen (Griechenland) vertreten sollte. Die Deutsche Nationalmannschaft erreichte am Ende dieser EM, an der die Länder Spanien, England, Frankreich, Griechenland, Italien und die Türkei teilnahmen, den letzten Platz. In die Geschichte des Blindenfußballs ging bereits damals Alexander Fangmann (Stuttgart) ein, der als Kapitän der Deutschen im Spiel gegen die Türkei (1:3)  das erste Tor für Deutschland erzielte. Die übrigen Partien gingen mit 0:7 gegen Frankreich sowie 0:3 gegen Griechenland verloren. Europameister wurde Spanien vor England und Frankreich.
Die erste deutsche Nationalmannschaft wurde durch Bayram Dogan und Renee Thissen (beide BSG Essen), Michael Löffler und Ronald Hinz (FC St. Pauli), Hasan Koparan (SSG Marburg), Sven Schwarze (Guide-Dogs BSG Mainz) sowie Mulgheta Russom und Alexander Fangmann (jeweils MTV Stuttgart) gebildet. Als Torhüter standen Karsten Beckmann (ISC Dortmund) und Grischa Kraus (BSG Essen) zwischen den Pfosten. Den Sturm lenkte Jule Hallanzy (Tübingen) als Guide.

Ende 2007 trennte sich das Gespann aus Schreiner und Pfisterer jedoch, wodurch seit diesem Zeitpunkt Ulrich Pfisterer die Geschicke des Nationalteams alleinverantwortlich lenkt.

Kurz vor Weihnachten 2007 rollte der Ball in Deutschland erstmals bei einem Turnier in Hessen. Die Verantwortlichen der Studienanstalt Marburg wollten das Jahr mit einem Turnier abrunden, an dem sieben Mannschaften teilnahmen.
Das Turnier am 15.12. gewann Stuttgart durch einen Sieg gegen die Gastgeber. Die Plätze drei bis 7 gingen an die Teams aus Dortmund, an die Spielgemeinschaft Essen-Berlin, Guide-Dogs Mainz, Chemnitz und das Sportteam Würzburg.

 

2008 – Start einer Ligaspielrunde in Deutschland

Bereits im Laufe des Vorjahres wurden nach intensiven Überlegungen einiger engagierter Aktiver die Weichen für das Folgejahr gestellt. Zusammen mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) sowie der Stiftung Sepp Herberger planten federführend die Aktiven Rainer Delgado (Berlin), Thorsten Peitzmeier (Dortmund) Manuel Beck (Marburg) sowie Alexander Fangmann (Stuttgart) den Start einer eigenen sogenannten Ligaspielrunde (heute Deutsche Blindenfußball-Bundesliga). Neben den drei Verbänden bildete eine Teamvertretung (Liga-Ausschuss) das Organisations-/Planungsorgan dieser Spielserie. Als Startformation engagierte sich der DBS in Person von Ralf Kuckuck, Reiner Delgado DBSV und Aktivenvertreter im Ligaausschuss, Manuel Neukirchner der Sepp-Herberger-Stiftung sowie die Ideengeber Peitzmeier und Fangmann als Mitglieder des Ligavorstandes.
Im Ligaausschuss, der zunächst für eine spielzeit und dann jeweils für zwei Jahre gewählt wurde, gehörten in der ersten Periode, Rainer Delgado (Berlin), ThorstenPeitzmeier (ISC dortmund) und Kristian Mann (damals SSG Marburg) an.
An der ersten Saison nahmen acht Mannschaften teil. An drei Spieltagen wurde in einer einfachen Spielrunde der erste Meister ermittelt.
Als erstes Team in der Geschichte des deutschen Blindenfußballs sicherte sich die SSG Blista aus Marburg (heute Sportfreunde blau-gelb Marburg) diesen Titel. Mit 15 Punkten aus sieben Spielen führten die Marburger vor Stuttgart, Dortmund, Essen und Mainz die Tabelle an. Auf den Plätzen 6-8 fanden sich am Ende die Teams SG Würzburg-Berlin, Chemnitz und der FC St. Pauli wieder. Austragungsorte waren neben Stuttgart und Dortmund auch die Hauptstadt Berlin.

Als erste Mannschaft schaffte das DJK Franz-Sales-Haus die Blindenfußballer mit einem eigenen Kunstrasenplatz und Banden zu versorgen. Am Leistungszentrum des DJK konnte somit unter Idealbedingungen gespielt werden.

Durch das gestiegene Medieninteresse und durch das Stattfinden zahlreicher Workshops und Präsentationen wurde erreicht, dass die Zahl der trainierenden Teams auch 2008 weiter anstieg. So gründeten sich im Laufe des Jahres die Mannschaften in Gelsenkirchen und in Köln, wodurch in Nordrhein-Westphalen mittlerweile vier Teams beheimatet sind.

Auch an Pfingsten 2008 (10.5.) versammelte sich der deutsche Blindenfußball wieder in Neumünster. Erneut wurde der Rasselball im Rahmen des jährlich stattfindenden Jugendturniers zu Gunsten caritativer Projekte des Lionsclub bewegt. Wieder konnte sich die Mannschaft aus Marburg den Freilufttitel sichern und verwies die Teams aus Mainz, Berlin, Hamburg und Chemnitz auf die restlichen Plätze.

Im Sommer 2008 fanden in der chinesischen Hauptstadt Peking die zweiten Paralympics statt, bei denen Blindenfußball gespielt wurde. Deutschland hatte sich folgegemäß für dieses Ereignis nicht qualifiziert, da hierzu eine Podiumsplatzierung bei der vorangegangenen Europameisterschaft nötig gewesen wäre.
Vom 7. bis zum 17. September trugen in Peking  die sechs Nationalmannschaften aus Spanien, England, China, Süd-Korea, Brasilien und Argentinien das Fußballturnier für Menschen mit Sehbehinderungen aus. Nach einer Runde jeder gegen jeden, wobei alle zwei Tage gespielt wurde, fanden am Ende Platzierungsspiele um den 1., 3. und 5. Platz statt. Mit einem 2:1-Erfolg gegen China gewann Brasilien die Goldmedaille.
Im Spiel um die Bronzemedaille stand es nach Ablauf der Spielzeit 1:1 zwischen Argentinien und Spanien. Das Sechsmeterschießen endete 1:0. Auch im Spiel um den 5. Platz gab es ein 1:0 im Sechsmeterschießen nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit, wodurch Großbritannien gegen Südkorea gewann.

2008 präsentierte sich der immer noch neue Blindenfußball während eines besonderen Spektakels. Beim „Mondschein-Cup“ in Bottrop zeigte eine Auswahl der deutschen Nationalmannschaft und den Kickern des ISC Dortmund den Besuchern ihr Können. Highlight war hierbei, dass die Veranstaltung im Dunkeln stattfand, lediglich durch wenige Lichtquellen und Schwarzlicht wurden der Ball und das Spielfeld in der Sportanlage Bottrop erleuchtet. Die Präsentation des Blindenfußballs und eine weitere Vorführung aus dem Bereich goalball (ebenfalls paralympische Disziplin) fanden großen Anklang bei den zahlreichen Zuschauern.

Nach dem ende der ersten Ligasaison wurde die zweite Amtszeit des Ligaausschusses gewählt, Rainer Delgado und thorsten Peitzmeier schieden aus und wurden durch Manuel Beck (SSG Marburg) und Alexander Fangmann (MTV Stuttgart) ersetzt. Für die nächsten zwei Spielzeiten lenkten diese drei Herren die Belange der Teams mit.

Im Oktober 2008 kam der Blindenfußball erstmals für ein großes Event nach Hamburg. Das Hallenmasters „Keep your mind wide open“ wurde am 18. und 19. Oktober in der Sporthalle an der Budapester Straße auf St. Pauli ausgetragen. Teilnehmende Teams waren neben dem FC St. Pauli die Teams MTV Stuttgart, Guide-Dogs Mainz, Berlin, SSG Blista Marburg und erstmals das Team aus Köln. Der MTV Stuttgart entschied das Turnier durch einen 5:1-Sieg im Finale gegen den amtierenden deutschen Meister SSG Blista Marburg für sich. Auf den weiteren Plätzen landeten die Teams aus Mainz, St. Pauli, Berlin und Köln.
Das Masters sollte künftig die fußballerische Durststrecke im Herbst füllen.

Ebenfalls im Oktober 2008 startete die Tübinger Interessengemeinschaft Blinder Studierender (TIBS) ein speziell für Frauen ausgerichtetes Projekt. Zwar wird im Blindenfußball in gemischten Mannschaften gespielt, aber hier kamen erstmals nur die Blindenfußballerinnen Deutschlands zusammen, um einen Workshop zu veranstalten. Hauptziel dieser Initiative der TIBS in Zusammenarbeit mit Sportlern des MTV Stuttgart, unterstützt vom DBS und DBSV, sollte der langfristige Aufbau einer Nationalmannschaft der Frauen sein.

2009 – Aufstieg in Europa

Durch weitere Aktionen wie z. B. dem sog. Lehrgang „Train the Trainers“ und Demospielen rollte auch in Braunschweig sowie in Saarbrücken der Ball auf dem Kunstrasen. Leider konnten beide Standorte für die zweite Saison der Liga keine separaten Teams stellen, wodurch sie sich zunächst auf andere Teams verteilten.
Erstmals griff das Team des VfB 09/13 Gelsenkirchen sowie das Team des PSV Köln 2009 in das Ligageschehen ein, was bewirkte, dass die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften auf neun anstieg. Das Team aus Essen konnte 2009 keine spielfähige Mannschaft mehr ins Rennen schicken und schied somit aus der Ligasaison aus.
Der PSV Köln sicherte sich am Ende den Vizemeistertitel. Vorjahresmeister Marburg musste sich mit Platz 4 zufrieden geben. Den Meistertitel holte sich mit 22 Punkten aus acht Spielen der MTV Stuttgart. Bronze ging an den ISC Dortmund.

Die dritte Auflage des Lichtkick-Turniers in Neumünster fand auch 2009 statt. Diesmal wurde der Wanderpokal jedoch den Hessen aus Marburg nach einem packenden Endspiel vom ISC Viktoria Dortmund aus den Händen genommen.

Natürlich bedarf der Blindenfußball auch unabhängige Schiedsrichter. Hier haben sich seit Beginn der Liga einige sehr engagiert. Besonders traten hier die Unparteiischen Niels Haupt (Hannover) und Ilja Bode (Kiel) hervor, die als erste deutsche Schiedsrichter 2009 bei einem internationalen Ereignis die Pfeife anwenden durften. Niels Haupt wurde bei der EM in der Kategorie B1 aktiv. Ilja Bode setze sich bei den Spielen der Kategorie B2/B3 ein.

Die Europameisterschaften finden alle zwei Jahre statt. Für das Nationalteam um Bundestrainer Ulrich Pfisterer ging es dementsprechend im Juni 2009 an die zweite große Aufgabe in der jungen Geschichte. Die Europameisterschaft 2009 wurde im Juni in Nantes in Frankreich ausgetragen. Erstmalig löste das Team Frankreich die Spanier als Europameister ab, die hinter England auf dem dritten Platz landeten. Deutschland reihte sich hinter den Griechen auf Rang fünf ein. Während dieser Europameisterschaft gelang Deutschland auch der erste Sieg der Nationalmannschaftsgeschichte. Im Gruppenspiel gewannen die Deutschen mit 4:0 gegen das Nationalteam aus Italien. In den übrigen Partien der Gruppenphase kassierten die Deutschen ein 1:4 gegen England sowie ein 0:2 gegen Frankreich. Im Spiel um Platz fünf erzielten sie jedoch einen Sieg über die Türkei (2:1).
Für die Bundesrepublik traten 2009 an: Michael Wahl (PSV Köln), Rainer Engbarth (Saarbrücken), Cengiz Dinc (ISC Dortmund), Michael Löffler und Heinrich Niehaus (jeweils FC St. Pauli), Sven Schwarze (Guide-Dogs BSG Mainz), Mulgheta Russom und Alex Fangmann (MTV Stuttgart) sowie die Torhüter Sascha Müller (MTV Stuttgart) und Moritz Klotz (LFC Berlin). Als Guides standen Monika Weiß und Jule Hallanzy zur Verfügung.
Zum ersten Mal wurde die Nationalmannschaft auch durch die Medien begleitet und dokumentiert. Rainer Schildberger vom RBB begleitete das Team während der zehn Wettkampftage in Frankreich und verarbeitete seine Eindrücke und Tonaufnahmen in einem 55 minütigen Feature fürs Radio.

Im September 2009 wurden die Hallenmasters in Hamburg zum zweiten Mal durchgeführt. Vorjahressieger Stuttgart verpasste diesmal jedoch den Einzug ins Finale, sicherte sich aber den dritten Platz. Erstmals nahm der ISC Dortmund teil, der im Finale gegen den PSV Köln den Pokal holte. Der Vorjahreszweite Marburg landete 2009 auf dem vierten Platz. Der LFC Berlin erreichte Platz fünf. Gastgeber St. Pauli wurde Letzter.

Im Oktober 2009 nahm Deutschland zum zweiten Mal an den Clubmeisterschaften in Thessaloniki/Griechenland teil. Im Gegensatz zu 2006, wo nur mit einer Auswahl von Spielern der letzte Platz erreicht wurde, sandte 2009 der Deutsche Behindertensportverband die Nationalmannschaft in Griechenlands Norden. Weitere teilnehmende Länder waren neben dem Gastgeber Griechenland England sowie das Nationalteam aus Russland. Im Modus Jeder-gegen-Jeden holte sich das englische Team den Turniersieg. Die Deutschen unterlagen den Engländern (4:1), spielten gegen Russland unentschieden (0:0) und konnten auch gegen Griechenland nur ein Unentschieden (2:2) einfahren. Am Ende fand man sich auf dem dritten Platz wieder.

Ende Oktober freute sich das BFW Würzburg über die Einweihung ihres Blindenfußballfeldes. Zur Eröffnung des Echtrasenfeldes auf dem Gelände des Berufsförderungswerkes traf Würzburg auf den damals amtierenden Meister aus Stuttgart. Dieser besiegte in einer packenden Partie die Franken mit 5:1.

Kurz vor Weihnachten überraschte der Liganeuling PSV Köln mit einem weiteren Hallenturnier. Erstmals fanden die Nikolaus-Masters in der Domstadt statt. Fünf Teams (Stuttgart, St. Pauli, Marburg, Saarbrücken und Köln) spielten den Titel aus. Den Sieg trug der MTV Stuttgart davon, welcher im Finalspiel die SSG Marburg im Sechs-Meter-Schießen bezwang. Neuling Saarbrücken feierte bei diesem Turnier seine Premiere, gewann ihr erstes Spiel und landete am Ende auf Platz 5 der Turniertabelle.

Auch schaffte es der Blindenfußball erstmals groß ins Fernsehen. In der Wissensshow „Frag doch Mal die Maus“ sahen Millionen Zuschauer zur Primetime am Samstagabend den Auftritt der Deutschen Nationalmannschaft in der ARD bei Jörg Pilawa.

Während einer Benefizveranstaltung nahm das Blindenfußball-Team des FC St. Pauli erstmals beim „Kick it like Water“-Turnier der Initiative Viva con Agua teil. In der Soccerworld in Hamburg, wo sehende Mannschaften für sauberes Trinkwasser in Afrika dem Ball hinterherjagen, war im Dezember 2009 erstmals ein Blindenfußballteam als konkurrierendes Team mit dabei. Die mitspielenden „sehenden Mannschaften“ waren sehr aufgeschlossen und begeistert, sich dem Blindenfußball zu öffnen und miteinander zu spielen.

Die Universitätsstadt Marburg war Ende 2009 Ausrichter des ersten „Frauen-Weltpokals“ im Blindenfußball. Auf Initiative des DBSV und weiteren Unterstützern spielten drei Mixed-Teams deutscher Damen diesen Frauenpokal aus. Als Gegnerinnen waren unter Trainer Gabriel Mayr (Club Urece Rio de Janeiro/Brasilien) eine Auswahl brasilianischer Spielerinnen in Deutschland, die sich in packenden Spielen dann auch den Titel sicherten.

2010 – Erstes Länderspiel vor großer Kulisse – Liga geht in die dritte Saison<

2010 lag bei der Nationalmannschaft der Focus auf Spielpraxis. Im April reiste das Nationalteam nach England, wo sie zwei Freundschaftsspiele am Royal National College for the Blind (RNCB) gegen die Mannschaft Englands bestritten (Spiel 1 0:0, Spiel 2: 2:0).

Im April weihte der MTV Stuttgart auf dem Trainingsgelände am Kräherwald seinen neuen Kunstrasenplatz ein. Nach drei jahren Blindenfußball auf einem hartplatz wurde nun ein neuer Platz erstellt.

Im Mai fand die erste Auflage des Tags des Blindenfußballs in Berlin statt. Vor großer Kulisse (vor dem Reichstagsgebäude) trafen die Deutschen erstmals auf ein ausländisches Team auf eigenem Boden. Die Türkei war angereist, um vor vielen Zuschauern das erste Länderspiel in Berlin mit deutscher Beteiligung zu absolvieren. Am Ende gewannen die deutschen Kicker nach zwischenzeitlichem 1:2-Rückstand mit 3:2.

Der VfB 09/13 Gelsenkirchen erfuhr während der Blindenfußball-Veranstaltung vor dem Reichstag in Berlin eine bislang im Blindenfußball einzigartige Auszeichnung. Der Verein wurde für seine Bemühungen um Integration und Inklusion in den Vereinsstrukturen speziell im Bereich Blindenfußball geehrt. Die Auszeichnung erhielten die Verantwortlichen aus den Händen des damals amtierenden Bundestagspräsidenten Norbert Lammert.

Im August 2010 fanden die vierten Weltmeisterschaften im Blindenfußball in Hereford (England) statt. Zehn Teams kämpften in zwei Gruppen um die Schale. Brasilien bezwang im Finale die Spanier mit 2:0 und wurde bei der vierten Weltmeisterschaft zum dritten Mal Weltmeister im Blindenfußball. Platz drei ging an China. Der Gastgeber England fand sich am Ende auf dem vierten Rang wieder. Europameister Frankreich landete abgeschlagen auf Platz 5. Exweltmeister Argentinien reihte sich enttäuschend hinter Kolumbien und vor Griechenland und Südkorea auf dem siebten Rang ein.
Deutschland konnte sich auch für dieses Weltereignis leider noch nicht qualifizieren.
Der deutsche Schiedsrichter Niels Haupt pfiff mehrere Spiele der Gruppenphase und war im Spiel um Platz 3 Hauptschiedsrichter auf dem Feld.

Neben den Aktivitäten der Nationalmannschaft rollte auch der Ball zu den unmittelbaren Nachbarn. Die Kicker des LFC Berlin starteten den Aufbau von Beziehungen nach Polen und trafen sich hier nach einem Workshop zu regelmäßigen Spielen.

Auch ging die Blindenfußball-Bundesliga 2010 in ihre dritte Auflage. Natürlich waren viele der ursprünglichen Teams mit von der Partie und es gab auch Neuerungen zu vermelden. Erstmals traten die Teams der SG Würzburg-Berlin in der Saison eigenständig an. Weitergehend trat eine neue Spielgemeinschaft aufs Parkett. Die SG Saar 05 Saarbrücken/Eintracht Braunschweig wollte sich erstmals im Größenvergleich messen. Gleichzeitig hatte die Liga aber auch Absagen zu verbuchen. Aus privaten Gründen und beruflichen Verpflichtungen mussten die Guide-Dogs BSG Mainz und der Vizemeister 2009, der PSV Köln, die Teilnahme absagen.
Die Liga startete am 13. März in Barsinghausen bei Hannover, wurde in Würzburg und Marburg fortgesetzt und fand am Finalspieltag in Hamburg seinen Meister 2010.
In Barsinghausen wurde ein Spieltag erstmals aufgrund schlechter Witterungsverhältnisse in die Halle verlegt; Schnee und Eis machten einen Spielbetrieb unmöglich.
Ungeschlagen wurde der MTV Stuttgart zum zweiten Mal in Folge Deutscher Meister 2010. Die Silbermedaille ging an den ISC Dortmund, Bronze sicherte sich erstmals der LFC Berlin. Die SSG Marburg (Meister 2008) fand sich auf Platz 4 wieder.

Zum ende der Saison 2010 endete auch die zweite Amtszeit des Ligaausschusses. neuwahlen fanden statt und für die kommenden Jahre wurden Thorsten Peitzmeier (ISC dortmund), Sven Schwarze (MTV Stuttgart) und Christian Draheim (Eintracht Braunschweig) ins Amt gewählt. Drahheim wurde Anfang 2011 durch Michael Löffler (FC St. Pauli) ersetzt.

Bei der dritten Auflage des Lichtkickturniers in Neumünster war ebenfalls der MTV Stuttgart das siegreiche Team, der die SSG Marburg an der Rückholung des Pokals hinderte.

Im Juni wurde probiert ein Champions-League-Turnier in Europa auszurichten. Nach anfänglicher Freude und der Zusage einiger nationaler Meister verpuffte dieses Event am Ende leider, wobei die Idee weiterhin aufrecht gehalten werden soll.
Der MTV Stuttgart sollte als Deutscher Meister teilnehmen. Am Ende fanden aber nur zwei Spiele gegen den griechischen Meister aus Thessaloniki statt, da  die ursprünglich gemeldeten Vertreter Englands und Russlands kurzfristig absagten und kein weiteres Team die finanziellen Aufwendungen stemmen konnte. Die dann ausgespielte Finalpartie verlor der deutsche Repräsentant mit 1:2 gegen Pirsos Thessaloniki.

Zum Tag der deutschen Einheit 2010 versammelte der MTV Stuttgart die Mannschaften aus Berlin, Chemnitz und eine Auswahl aus Tschechien zu einem Turnier zur Deutschen Einheit in Stuttgart. Die Sportler aus Tschechien traten erstmals an. Den Titel holte sich ungeschlagen der MTV Stuttgart vor Berlin.

Bei der zweiten Auflage Kick it like Water im Dezember in Hamburg kickte auch 2010 der FC St. Pauli mit seiner Blindenfußballmannschaft für sauberes Wasser in Afrika.

Erstmals wurden zum Jahresende 2010 jene Mannschaften mit einem Miniturnier belohnt, die sich im vergangenen Jahr viel im Blindenfußball engagiert und neben vielen Spielen auch zahlreiche Siege eingefahren hatten. Angelehnt an den Tennissport wurde vom damals amtierenden Ligaausschuss der Liga das sogenannte Finale für DREI initiiert. Hierbei trafen sich basierend auf statistischen Erhebungen kurz vor Weihnachten die erfolgreichsten Teams des Jahres 2010 zu einem Abschlussturnier. 2010 kämpften hier der MTV Stuttgart, der ISC Dortmund und die SF blau-gelb Marburg um den Titel. Stuttgart sicherte sich als krönenden Abschluss auch diese Trophäe nach zwei weiteren Siegen und blieb somit ungeschlagen. Die Plätze zwei und drei gingen an Marburg und Dortmund.

2011 – Blindenfußball auf dem Weg zu den Paralympics und in die Städte Deutschlands

Das Jahr 2011 sollte einen Umschwung im Blindenfußball auf nationaler Ebene geben. International war die Chance zum großen Schlag gegeben.

Die Liga ging 2011 in die mittlerweile vierte Saison. Jedoch wurde 2011 ein neuer Weg eingeschlagen. Für mehr Medienpräsenz und um den Fußball zu den Menschen zu bringen fanden erstmals gesamte Spieltage an publikumsträchtigen Orten in den Innenstädten statt. So wurde in dieser Saison beispielsweise vor dem Schloss in Mannheim oder am Rathaus in Hannover Blindenfußball gespielt. Zudem war der Fußball bei den Clubs aus Köln und Chemnitz für einen Spieltag zu Gast. Die Städteserie sollte in den Folgejahren intensiviert werden – so das Vorhaben der Liga-Träger.

Das dritte Mal in Folge wurde der MTV Stuttgart ungeschlagen mit diesmal sogar 50 geschossenen Toren Deutscher Meister. Abgeschlagen dahinter, aber dennoch Vizemeister, wurden die Spielfreunde aus Marburg vor dem LFC Berlin. Die erstmals 2011 agierende Spielgemeinschaft aus Würzburg und Mainz wurde vierter vor Eintracht Braunschweig, die diesmal eigenständig antraten, dem Rückkehrer PSV Köln, St. Pauli und dem Chemnitzer FC.

Erstmals wurde während des Westerwälder Keramik-Cups in Montabaur, einem bekannten und medienträchtigen Fußballereignis, Blindenfußball gespielt. Unmittelbar vor den Finalpartien trat der amtierende Deutsche Meister MTV Stuttgart gegen den Vizemeister 2010, den ISC Viktoria Dortmund, an. Die 15-minütige Partie endete vor mehreren hundert Zuschauern 2:0 für den MTV.

Im Vorfeld der Liga fanden im März die ersten Stuttgart Open statt. Der MTV lud ein Team aus England (Herefort), die befreundete Mannschaft aus Thessaloniki, ein tschechisches Team aus Brno und die deutschen Teams aus Braunschweig und Gelsenkirchen ein. Siegreich war der MTV Stuttgart, der im Finale Hereford mit 3:1 bezwang.

Im April 2011 weihte der zweiten Club aus NRW seinen eigens für den Blindenfußball errichteten Kunstrasenplatz ein. Nach Essen konnte nun auch in Dortmund-Kirchderne der Rasselball auf einem mit Banden umrandeten Feld rollen.

Auch zur mittlerweile fünften Auflage des neumünsteraner Lichtkickturniers versammelten sich viele deutsche Teams. Der MTV Stuttgart, der VfB Gelsenkirchen, der FC St. Pauli und Kicker vom DJK Franz-Sales-Haus Essen sowie vom Chemnitzer FC nahmen teil. Erstmals wurde in Mixed-Teams dieses Traditionsturnier bestritten, was den Austausch zwischen den Mannschaften förderte und zum Lernen anstieß. Das Mixtteam, das als MTV Stuttgart lief, gewann den Lichtkick 2011 vor den Fußballern des FC St. Pauli.

Auf dem internationalen Parkett stand nach den guten Ergebnissen bei der zurückliegenden EM 2009 alles im Zeichen einer möglichen Qualifikation Deutschlands für die Paralympics 2012 in London.
Viele Anstrengungen wurden unternommen, um Deutschland entsprechend vorzubereiten. Hierzu zählten auch Testspiele gegen außereuropäische Gegner.
Bei den 4. World Games der IBSA vom 1. bis zum 10. April war die deutsche Blindenfußball-Nationalmannschaft 2011 erstmals mit von der Partie. Ausgetragen wurden die Weltspiele in Antalya/Türkei. Zusammen mit England, dem Iran, Thailand und China kämpften die DBS-Sportler um den Einzug ins Halbfinale. Leider hatten sie durch einen Sieg über Thailand (5:0), ein Unentschieden gegen China (1:1) und einer Niederlage gegen Lehrmeister England (1:4) nicht genügend Punkte, um Gruppenzweiter zu werden und ins Halbfinale zu kommen. Im Spiel um Platz fünf besiegten die Deutschen erneut die Türkei (2:1) und schlossen diesen Wettbewerb befriedigend ab. In der zweiten Gruppe schafften es der Iran und der Europameister 2009 – Frankreich – ins Halbfinale. Der Iran sicherte sich die Trophy der 4. IBSA Worldgames. Platz 2 ging an Frankreich, Bronze sicherte sich China.
Für Deutschland spielten unter Coach Ulrich Pfisterer  bei den Worldgames Heinrich Niehaus und Cengiz Dinc (Eintracht Braunschweig), Sebastian Schäfer (VSV Würzburg), Michael Wahl (PSV Köln), Sven Schwarze, Lukas Smirek, Alex Fangmann und Mulgheta Russom (MTV Stuttgart) und die Torwarte Moritz Klotz (LFC Berlin) und Gianmarko Blancone (MTV Stuttgart). Guide war Jule Hallanzy.

Im Nachgang der Worldgames beendete Toptorjäger Michael Wahl vom PSV Köln seine Laufbahn in der Nationalmannschaft. Aufgrund beruflicher und familiärer Gründe zog sich der 12malige torschütze aus dem aktivem Spiel im Deutschlanddress zurück.

Ende September versammelte sich Europas Blindenfußball zu den 7. IBSA Europameisterschaften im türkischen Aksaray. Deutschland bekam es wie 2009 mit Frankreich, England und Italien in der Gruppenphase zu tun. Trotz guter Spiele (2:2 gegen England / 0:1 gegen Frankreich / 4:0 gegen Italien) konnte sich die Truppe nicht für das Halbfinale qualifizieren, wodurch der Traum von den Paralympics platzte. Im weiteren Verlauf stürzte die Mannschaft aufgrund verletzungsbedingter Ausfälle stark ab und belegte in der Abschlusstabelle den letzten Rang hinter England, Türkei, Griechenland Russland und Italien. Europameister wurde erneut Frankreich, Platz 2 ging an Spanien.
Der Kader Deutschlands unter Trainer Ulrich Pfisterer : Sebastian Schäfer (VSV Würzburg), Cengiz Dinc, Heinrich Niehaus (Eintracht Braunschweig), Vedat Sarikaya, Sven Schwarze, Alex Fangmann, Mulgheta Russom und Lukas Smirek (MTV Stuttgart) und die Torwarte Sascha Müller und Gianmarco Blancone (MTV Stuttgart). Guide war erneut Jule Hallanzy.

vorzeitig, nach knapp 1,25 Jahren, trat der amtierende Ligaausschuss von seinen Aufgaben zurück. Umstimmigkeiten in der Arbeit mit den Ligaträgern und die fehlende Zusammenarbeit zwischen Teams, Trägern und Ausschuss führten zu diesem Bruch. Der Ausschuss wurde im November 2011 neu gewählt und mit Michael Wahl (PSV Köln), Heinrich Niehaus (Eintr. Braunschweig) und Sebastian Schäfer (VSV Würzburg) neu besetzt.

Ende 2011 freuten sich auch die Blindenfußballer aus hamburg über ein großes Geschenk. Nach zähen Verhandlungen und einer langen Zeit wurde der Hamburger Blindenfußballplatz für die Kicker des FC St. Pauli eingeweiht.

Zum Jahrestag der Deutschen Wiedervereinigung herrschte Sicherheitsstufe 1, als ein Team des ISC Dortmund am Tag der Deutschen Einheit 2011 nach Bonn reiste, um beim „Deutschlandfest“, Blindenfußball vorzuführen. Nach strengen Kontrollen durch die Bundespolizei zeigten die Spieler aus Dortmund Interessierten den Blindenfußball.
Als Highlight fand bei diesem Fest ein Spiel des Chemnitzer FC gegen den VfB Gelsenkirchen statt. Die Begegnung vor vielen ta/tdusend Zuschauern vor der Villa Hammerschmidt in Bonn endete 0:2 für Gelsenkirchen.

Resultierend aus dem neu eingeschlagenen Weg der Blindenfußball-Bundesliga fand am 10.12.2011 erstmals die sogenannte DBFL-Hallentrophy statt. In Trägerschaft der DBFL-Verbände trafen sich erstmals deutsche Clubs im Winterhalbjahr, um einen Hallenmeister zu ermitteln. Die DBFL-Hallentrophy wurde in der Soccer-Arena in Kaiserslautern ausgespielt. Die Mannschaften des VfB 09/13 Gelsenkirchen, des DJK Franz-Sales-Hauses Essen, der MTV Stuttgart, VSV Würzburg, SF Blau-Gelb Marburg und der ISC Dortmund nahmen teil. Bislang ungeschlagen im Jahr 2011 sicherte sich der MTV Stuttgart auch diesen Titel. Im Rahmen des Blindenfußball-Kalenders soll auch diese Trophy künftig fester Bestandteil sein.

2012 – Deutsche Junioren im Aufbau

Das mittlerweile sechste Jahr des Blindenfußballs in Deutschland startete mit einem weiteren medienträchtigen Demospiel während eines großen Events. Jährlich veranstaltet der DFB in Kooperation den Mercedes-Junior-Cup zur Nachwuchssichtung in Sindelfingen bei Stuttgart. Während dieses Turniers trafen zum Jahresauftakt der MTV Stuttgart und die SG Mainz-Würzburg aufeinander. Die Partie in der Kunstrasenarena endete vor rund 4.000 Zuschauern mit 2:0.

Am 17. März stieg in Chemnitz zur Saisonvorbereitung ein Turnier, an dem der heimische CFC, der FC St. Pauli sowie die Eintracht aus Braunschweig teilnahmen. Sieger wurde die Braunschweiger Eintracht vor Würzburg, Chemnitz und dem FC St. Pauli.

Ende april fand eine weitere Platzeinweihung in Deutschland statt. Die Sportler aus Marburg begrüßten vor zahlreichen Zuschauern den MTV aus Stuttgart auf ihrem neuen Kunstrasenplatz in Marburg-Capel. Die packende Partie endete nach 50 Minuten trotz zahlreicher torchancen 0:0.

Die Blindenfußball-bundesliga erhielt am 11. Mai die Auszeichnung „Deutschland, Land der 365 Ideen“, während des zweiten DBFL-Spieltages erhielt die Bundesliga bzw. die Sepp-Herberger-Stiftung in Neumünster diesen Preis überreicht.

Am 2. Juni trat die Deutsche Blindenfußball-Nationalmannschaft zum zweiten Mal für ein Länderspiel auf deutschem Boden an. Erneut bot die Bundeshauptstadt Berlin das Setting für ein Länderspiel. Vor dem Tempodrom in Berlin schlugen die Deutschen Blindenfußballer zum vierten Mal in Folge die Nationalmannschaft der türkei. 2:1 lautete nach der offiziellen Spielzeit das Ergebnis. Für Deutschland spielten Vedat Sarikaya, Mulgheta russom, ali-Can Pektas, Robert Warzecha, Lukas Smirek, Sebastian Schäfer und Heinrich Niehaus. Das Tor hütete Gianmarco blancone, guide Jule Hallanzy.

Im August feierten die Kicker des VfB 09/13 die Eröffnung ihres Kunstrasenplatzes. Nach Essen und Dortmund verfügt nun auch ein dritter Standort über ein blindenfußballfeld.

Im Laufe des Jahres 2012 gründete sich im Norden der Republik eine neue Trainingsgruppe. Erstmals gliederte ein Erstligaclub den Fußball für Blinde in seine Vereinsstrukturen ein. Zusammen mit dem Förderzentrum Bremen engagiert sich seither der Bundesligist Werder Bremen aktiv im Aufbau einer Blindenfußball-Mannschaft.

Bei den 16. Paralympics in London wurde zum dritten Mal Blindenfußball gespielt. Nach Athen 2004, Peking 2008 trafen Ende August in London die acht qualifizierten Teams aus Frankreich, Spanien, Iran, China, Argentinien, der Türkei und Brasilien aufeinander. Bereits nach der vorrunde schied der Paralympicvize von 2008 China sowie der Gastgeber England aus dem Titelkampf aus, als sie sich nicht für das Halbfinale qualifizieren konnten. Am Ende landete der Gastgeber England auf dem siebten Platz vor der Türkei, die mit keinem Sieg und keinem geschossenen Tor Letzter wurden. China sicherte sich gegen den Iran am ende den fünften Platz. In den Halbfinalpartien schoss sich Frankreich gegen Spanien und Brasilien gegen Argentinien ins Finale der Paralympics. Hier gewann der Paralympicgewinner aus 2008 mit 2:0 gegen die Franzosen und holte zum dritten Mal die Goldmedaille. Im Spiel um Platz drei setzten sich 2012 die Spanier erst im 6-Meterschießen gegen das Argentinische Team durch.

Anfang September fand erstmals ein Blindenfußballturnier in Leipzig statt. Organisiert von örtlichen Verbänden und unterstützt von der Stadt Leipzig spielten hier sechs Mannschaften um den Turniersieg. Erstmals trat bei diesem Turnier ein Team aus dem Nachbarland Polen an und maß sich mit den Mannschaften aus Würzburg, Berlin, Braunschweig, Chemnitz und Dortmund. Den Leipziger Blindenfußball-Cup gewann nach Verletzungsmäßigen Ausfällen der Dortmunder die Kicker aus Würzburg vor Berlin, Chemnitz, Breslau und Braunschweig.

Die Blindenfußball-Bundesliga kürte in der fünften Saison nach drei Jahren der Durststrecke (der MTV Stuttgart gewann dreimal in Folge den Titel) überraschend 2012 einen neuen Meister. Nach 2008 schafften die Sportfreunde blau-gelb Marburg erneut den Titelgewinn und unterbrachen somit die Siegesserie des dreimaligen Deutschen Meisters MTV Stuttgart, der sich auf Platz 2 zusammen mit dem Drittplatzierten PSV Köln auf dem Treppchen einreihte. Die Plätze 4-8 gingen in der Reihenfolge an die SG Braunschweig-Berlin, den Chemnitzer FC, VSV würzburg, die SG St. Pauli-Dortmund und den VfB 09/13 Gelsenkirchen.
Die Spieltage fanden 2012 in Stuttgart, Heidelberg, Neumünster, Herford, Dortmund und in München statt. Torschützenkönig mit 11 Treffern wurde der Marburger Ali-Can Pektas.
Erstmals wurden weitere Spieler der Liga geehrt, die durch überzeugende Leistungen auf sich aufmerksam gemacht haben. So wurde Daniel Soldanski vom VfB Gelsenkirchen als bester Torwart, robert Warzecha von Marburg als Abwehrchef geehrt. Die Trophy des herausragenden Mittelfeldspielers ging an Taime Kuttig von Marburg sowie die Auszeichnung des Newcomers an David Lippmann vom Chemnitzer FC.

Im September vergrößerte Bundestrainer Pfisterer den Kader der Nationalmannschaft. Nachdem er bereits im Juni zum Länderspiel zwei neue Spieler ins Team berief, nominierte er weitere Spieler aus Marburg sowie Würzburg in die Nationalmannschaft. Ein erster Lehrgang Junioren im November gab den Startschuß für die Neuausrichtung der Nationalmannschaft und den Startschuss ins EM-Jahr 2013.
Gleichzeitig verabschiedete das Team um coach Pfisterer sich von Cengiz Dinc, welcher nach vier Jahren Nationalteam, der Teilnahme an zwei Europameisterschaften und 16 Pflichtspielen sowie einem Tor aus gesundheitlichen Gründen das Team verlassen hat.

Im fünften Jahr der alljährlich stattfindenden Hallenmasters Keep your mind wide open auf St. Pauli kührten die Veranstalter 2012 einen neuen Sieger. Nachdem in den vorjahren jeweils einmal der ISC dortmund sowie die Sportfreunde Marburg den Pokal gewannen schaffte es im Jubiläumsjahr ein neuer club auf den ersten Platz und verhinderte somit, dass der MTV Stuttgart zum dritten Mal den Pott holte. Der LFC Berlin setzte sich im Finale mit 1:0 (im Sechsmeterschießen) gegen den VSV würzburg durch und reihte sich somit in die Gewinnerliste bei den Masters vom FC St. Pauli ein. Die übrigen Plätze gingen in Reihe an Marburg, den FC. St. Pauli, MTV Stuttgart, Chemnitzer FC und an das DJK Essen.

Das Blindenfußballjahr 2012 ging mit der zweiten Auflage der DBFL-Hallentrophy zu Ende. Wie schon 2011 kickten die DBFL-Teams Anfang Dezember in Kaiserslautern um die Hallentrophy der Sepp-Herberger-Stiftung. Nach einem ganzen Tag und zahlreichen Spielen setzte sich am Ende zum zweiten Mal der MTV Stuttgart durch und sicherte sich den Turniergesamtsieg. Bei der Trophy kämpften Marburg, Berlin, Würzburg, Stuttgart und die SG St. Pauli-ISC dortmund um den Titel.

2013 – Ein neuer Versuch für Deutschland

Das Jahr 2013 stand für den Bundestrainer ganz unter dem Motto „Wir greifen wieder an!“. nach dem unglücklichen Abschneiden bei der Europameisterschaft 2011 galt es 2013 bei der Euro in Italien den Sprung aufs Treppchen zu schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde bereits ende 2012 der Nationalkader erweitert.

Begonnen hat das EM-Jahr mit der Kühr des Meisters aus der Saison 2012. DieSportfreunde Blau-Gelb Marburg sicherten sich die Trophy „Mannschaft des Jahres“ im Kreis Marburg-Biedenkopf. Ebenfalls wurde der Meistertrainer Peter Gößmann als Trainer des Jahres geehrt. In der Kategorie „Sportler des Jahres“ schaffte es der nominierte Toptorschütze der Marburger, Alican Pektas, aber leider nicht die Auszeichnung zu ergattern. Hier musste er sich Turnerstar Fabian Hambüchen geschlagen geben.

Im März rollte der Ball an den unterschiedlichsten Orten. Die Organisatoren aus Chemnitz luden zum dritten Mal zum „eins-Energie“-Cup ein. Siegreiches Team war hier zum Jahresauftakt der VSV/BFW Würzburg. Im Westen der Republik trafen sich Teams aus Deutschland und spielten um den Fairplay-Cup des DJK Franz-Sales-Hauses Essen. Hier holte sich die SG Eintracht Braunschweig/LFC Berlin den Pott. Erstmals zeigte sich bei dieser Veranstaltung das 2012 gegründete Nachwuchsteam von SV Werder Bremen, die ein Einlagespiel gegen die Gastgeber bestritten.

Ebenfalls im März rollte auch der Ball für die deutschen Nationalkicker bei den Nachbarn in Frankreich. Die Nationalmannschaft absolvierte mit neuen Gesichtern zwei Freundschaftsspiele gegen den damals amtierenden Europameister und Paralympics-Vize Frankreich in Bonny-sur-Loire. Beide Spiele verlor die Mannschaft um Bundestrainer Ulrich Pfisterer mit 0:1. Für Deutschland waren Alex Fangmann, Mulgheta Russom, Sven Schwarze, Lukas Smirek sowie Vedat Sarikaya (MTV Stuttgart), Robert Warzecha, Ali-Can Pektas und Taime Kuttig (Sportfreunde Marburg) und als Torwarte Enrico Göbel (würzburg) und Milan Jurkovic (Stuttgart) mit dabei. ruferin Jule Söhner. Physio Thilo Novak. Fitnes-coach Benjamin Zoll.

Im April ging die DBFL mit dem ersten Spieltag in Braunschweig in ihre sechste Spielzeit. Vier Städtespieltage und zwei Vereinsspieltage erwarteten die Bundesligisten bis Mitte September. Der Spieltag auf dem Hamburger Rathausmarkt stellte im Mai bei perfektem Fußballwetter einen neuen Zuschauerrekord auf. Gleiches galt auch für den Finalspieltag in Stuttgart, wo beim Finalspiel zwischen dem MTV Stuttgart und den Sporrtfreunden Marburg rund 3500 Zuschauer an der Bande mitfieberten.
Den Titel der Saison 2013 sicherte sich zum vierten Mal der MTV Stuttgart gefolgt vom Vorjahresmeister Marburg und der Spielgemeinschaft Köln-düren. Platz vier erreichte der VfB 09/13 Gelsenkirchen, erneut Platz 5 errang der Chemnitzer FC. Die Plätze 6-9 gingen an Dortmund, Berlin-Braunschweig, den VSV würzburg und den FC St. Pauli. Mit jeweils 10 Treffern ging die tojägerkanone 2013 an Michael Wahl vom PSV Köln sowie Ali-Can Pektas von den Sportfreunden BG Marburg. Die Trophy des besten torwarts errang Enrico göbel (würzburg), bester Abwehrchef wurde Daniel Hoss (Köln) und bester Mittelfeldspieler wurde Sebastian Schäfer (würzburg). Die ehrung des Newcomers erhielt der FC St. Pauli, welcher in der Spielzeit 2013 mehr als alle Teams für den Nachwuchs gesorgt hatte.
In der gelaufenen Saison wurde auch das 500 Tor in der Geschichte der Liga geschossen. Vedat Sarikaya vom MTV Stuttgart gelang dieses Jubiläum im Spiel Stuttgart gegen Chemnitz mit dem 2:1 Führungstreffer.

Die Nationalmannschaft reiste im Mai zur EM-Vorbereitung zu zwei Testspielen gegen England nach Birmingham. Das erste dieser zwei Spiele ging mit 0:1 verloren, das Zweite konnte mit 4:3 gewonnen werden. Deutschland schaffte es somit nach sieben Jahren Blindenfußball in Deutschland den einstigen Lehrmeister England zu besiegen. Für Deutschland liefen Kofi Osei (LFC Berlin), Sven Schwarze, Mulgheta Russom, Alex Fangmann, Lukas Smirek (MTV Stuttgart) sowie robert Warzecha, Taime Kuttig und Ali Pektas (Marburg) auf. Sebastian Schleich (Marburg) und enrico Göbel (würzburg) komplettierten die Mannschaft als Torwarte. Guide Jule Söhner, Fitnestrainer Benjamin Zoll, Physio Thilo Novak.

Am 12. Juni brach die Nationalmannschaft zu ihrer vierten Europameisterschaft auf. Der Kader umfasste neben den Stuttgartern Alexander Fangmann, Mulgheta Russom, Vedat Sarikaya und Lukas Smirek die Marburger Robert Warzecha, Alican Pektas und Taime Kuttig. Komplettiert wurde das Team vom Berliner Kofi Osei, den Torhütern Enrico Göbel vom VSV/BFW Würzburg und Milan Jurkovic von der SG Sonnenhof/Großaspach sowie dem Trainerstab bestehend aus Ulrich Pfisterer, Benjamin Zoll, Jule Hallanzy, Thilo Nowak und Oliver Einloft. Nach Siegen gegen Italien (1:0, und England (2:1) und einem 2:2-Unentschieden gegen die Türkei zog Deutschland als Gruppensieger erstmals in ein EM-Halbfinale ein. Hier standen die Deutschen dem sechsmaligen Europameister Spanien gegenüber und mussten sich mit 0:2 geschlagen geben. Spanien besiegte im Finale den amtierenden Europameister aus Frankreich mit 1:0 und holte zum siebten Mal den Titel. Deutschland verlor im Spiel um Platz drei gegen die Türkei im Sechsmeterschießen. Der vierte Rang ist das bis dato beste internationale Ergebnis Deutschlands.

Im Nachgang der euro in Italien beendete nach Michael Wahl (2011) und Cengiz Dinc (2012) ein weiterer Mann der ersten Stunde seine Karriere im Nationalteam. Der MTVler Sven Schwarze trat nach 22 absolvierten Länderspielen für Deutschland, sechs jahre Nationalteam und der Teilnahme an drei Europameisterschaften den Rückzug aus der mannschaft an.

Zum Tag der Deutschen Einheit 2013 richtete zum zweiten Mal die Stadt Leipzig den „Sachsen-Cup“ aus. Wie auch im vorjahr mit internationaler Beteiligung. Die Teams aus Breslau (Polen) und Brno (Tschechien) maßen sich an zwei Tagen mit den deutschen Mannschaften aus Würzburg, Hamburg, Dortmund und Chemnitz. Siegreiches Team war der Nachbar aus Polen, der Würzburg im Finale besiegte und somit verhinderte, dass die Franken nach 2012 erneut den Cup für sich holen konnten. aufs Podium schaffte es der ISC dortmund, der 2012 noch aufgrund Personalausfällen vorzeitig ausscheiden musste.

Im Oktober des Jahres fand zum sechsten Mal das Hallenturnier „keep your mind wide open“ in der Sporthalle an der Budapester-Straße in Hamburg-St. Pauli statt. Erstmals fand hier im vorfeld eine Liveauslosung der Gruppen via Skype statt. Erstmals nahm auch ein ausländisches Team, die Mannschaft aus Brno am Masters teil. Nach zwei Siegen in den letzten Jahren und dem vergeblichen Versuch im Vorjahr den Pott für immer in die Schwabenhauptstadt zu holen gelang es dem MTV Stuttgart diesmal die Masters zu gewinnen und durch den dritten Sieg den Pokal nach Stuttgart fest zu holen. Im Finale stand diesmal auch erstmals der Gastgeber FC St. Pauli, welcher aber nicht die Schwaben bezwingen konnte.

Im November 2013 wechseltte nach zwei jahren die Besetzung des Ligaausschusses. für die mittlerweile fünfte Amtszeit wurden Niclas Schubert (Sportfreunde Marburg), Lars Stetten (LFC Berlin) und David Lippmann (CFC Chemnitz) gewählt.

Im Dezember fand vorerst zum letzten Mal die DBFL Hallentrophy statt. In der dritten Auflage sicherte sich der MTV Stuttgart zum dritten Mal diesen Pokal.

2014 – Erstmals bei einer WM dabei

So vielversprechend wie das Jahr 2013 endete ging es auch 2014 wieder los. Auf internationaler Bühne trat 2013 der bisherige Chairman der IBSA (Dachverband des Blindensports inkl. Blindenfußball) zurück. Der Wahlspanier Carlos Campos wurde durch den Chefcoach der Deutschen Nationalmannschaft, Ulrich Pfisterer, ersetzt. Dieser strengte in seiner neuen Position erste Veränderungen bei der Durchführung von interkontinentalen Meisterschaften an. Das im Januar 2014 verabschiedete Regelwerk sah für die kommende Weltmeisterschaft eine Erweiterung des Teilnehmerfeldes von zehn auf 12 Länder vor. Durch das Erreichen des vierten Platzes bei der Euro 2013 in Italien hatte sich Deutschland somit erstmals für die Weltmeisterschaften im November 2014 in Japan qualifiziert.

Geprägt von diesem Event steuerte Deutschlands Blindenfußball-Nationalmannschaft auf Weltmeisterschaftskurs.
Im März starteten die Kicker rund um Kapitän Alex Fangmann für eine erste Länderspielreise nach Japan, um sich mit dem Vize-Asienmeister zu messen. Das Spiel, welches auf dem Dach eines Hochhauses (hier war das Spielfeld installiert worden) statt fand, endete 3:0. Mulgheta Russom, Alex Fangmann und Kofi Osei waren die Torschützen für Deutschland. Für Deutschland waren mit von der Partie Alex Fangmann, Mulgheta Russom, Lukas Smirek sowie Vedat Sarikaya (alle MTV Stuttgart), Kofi Osei (LFC Berlin), Sebastian Schäfer (VSV Würzburg, Taime Kuttig (SF BG Marburg) sowie der Würzburger Enrico Göbel und Marburger Sebastian Schleich als Torwarte. Erstmals betreute Dr. Rolf Husmann das Team als Manager, den Chefcoach Pfisterer nach der EM 2013 ins Team geholt hatte. Ebenfalls stand erstmals Werner Nordlone von Eintracht Braunschweig hinter dem gegnerischen Tor und vertrat Stammguidin Jule Söner. Als Physiotherapeut begleitete erneut Thilo Nowak den Tross.

Im April wurden erstmals Qualifizierungsspiele afrikanischer Länder zur anstehenden Weltmeisterschaft ausgetragen. Da es bislang in Afrika keine Afrikameisterschaft gab wurde dieses vom Dachverband des Blindensports, der IBSA, angeschoben. Der afrikanische Platz bei der WM sollte über dieses Qualifizierungsturnier vergeben werden. In der Vergangenheit wurde der Afrikaplatz meist über Südamerika oder Europa nachbesetzt. Überraschenderweise griff Frankreich den Organisatoren unter die Arme und stellte das Setting für dieses Ausscheidungsturnier. So ergab es sich, dass die sog. „Afrika-Open“ nicht in Afrika sondern in Frankreich und dort in Lille ausgetragen wurden. Drei Teams, Kamerun, Senegal und Marokko waren gemeldet. Kamerun musste kurzfristig absagen, wodurch die Entscheidung zwischen Senegal und Marokko fiel. Marokko hatte am Ende die Oberhand und qualifizierte sich für die im November anstehenden Weltmeisterschaften in Japan.

Ende april 2014 (26.4.) fanden zwei weitere Länderspiele auf deutschem Boden statt. Die neu gebildete Nationalmannschaft aus Rumänien war nach Dortmund gereist, um auf dem Kunstrasenplatz des ISC Viktoria Kirchderne zwei Freundschaftsspiele zu absolvieren. Erstmals verzichtete Nationalcoach Pfisterer auf seine Stammbesetzung und berief für dieses Match zahlreiche neue Spieler in den Nationalkader. So kickten Serdal Celebi vom FC St. Pauli, Daniel Hoss vom PSV Köln, Tim van Aken MTV Stuttgart und Jan Engeland ISC Dortmund im deutschen Dress. Komplettiert wurde das Aufgebot von den Stammspielern Alex Fangmann, Mulgheta Russom, Ali-Can Pektas und Taime Kuttig. als Guide war erneut Werner Nordlone mit dabei. Die erste Begegnung gewann Deutschland mit 10:0, die zweite mit 6:0. In die offizielle Wertung der bestrittenen Länderspiele werden diese Partien aber nicht genommen, da mit dem Neuling Hasan Altumbas vom ISC Dortmund kein Deutscher auf dem Feld stand.

Gleichzeitig zum Länderspiel kämpften vier Teams im sächsischen Chemnitz zum vierten Mal um die Trophy des „Ein-Energie“-Cup. St. Pauli, der VSV würzburg, der Chemnitzer FC und das Team aus Brünn waren hier vertreten. Erstmals gewann ein ausländisches Team diesen Pokal und zwar die Mannschaft aus Brünn in Tschechien. Die Gastgeber scheiterten nur knapp am Sieg und wurden Zweiter.

Am letzten Maiwochenende 2014 rollte der Ball zu einem großen internationalen turnier in Tschechien. Zum zweiten Mal fand in Bucowice ein internationales turnier statt. Die Heimmannschaft von Avoy MU Brno hatte 2014 sieben Mannschaften geladen. Neben den deutschen Teams vom MTV Stuttgart, Chemnitzer FC und FC St. Pauli, kämpfte internationales Publikum mit ICB Bahia (Brasilien), BFC Worcester (England), Pirsos Thessaloniki (Griechenland) und LAS budapest (Ungarn) um die Trophy. Wie bereits bei der ersten Auflage im Vorjahr sicherten sich die Brasilianer vom ICB Bahia den titel und verwiesen Pirsos Thessaloniki und Worcester auf die Podiumsplätze.. Stuttgart wurde mit Platz 4 belohnt, Chemnitz belegte Rang 5, der FC St. Pauli Platz 7.

Ende Juli 2014 standen in der WM-Vorbereitung Deutschlands zwei Länderspiele auf heimischen Boden auf dem Programm. Im Neckarstadion zu Ilvesheim traf Deutschland zweimal auf England. Im ersten Spiel schafften die Jungs um Kapitän Fangmann ein 1:1 Unentschieden, das zweite Spiel am Folgetag ging unglücklich mit 0:1 verloren. Für Deutschland spielten Sebastian Schleich und Tim van Aken im tor, Ruferin Werner Nordlone u. Jule Söner, im sonstigen Aufgebot standen Sebastian Schäfer (VSV Würzburg), Serdal Celebi (FC St. Pauli), erneut Hasan Altumbas (ISC Dortmund, die Marburger Taime Kuttig und Ali Can Pektas sowie die Stuttgarter Alex Fangmann, Mulgheta Russom, Lukas Smirek und Vedat Sarikaya. Trainer und Management Ulrich Pfisterer und Rolf Husmann. Schiedsrichter dieser Partien waren Nils Haupt und Christian Jung.

Im September 2014 fand die Blindenfussball-Bundesliga erneut ihren Meister. Nach fünf Spieltagen in Dortmund, Gelsenkirchen, Marburg, Mainz und Lübeck stand am Ende erneut der Rekordclub ganz oben. Der MTV Stuttgart sicherte sich zum fünften Mal den Meistertitel und verwies erneut Marburg als stärksten Verfolger auf die Vizeposition. Der Chemnitzer FC errang mit dem dritten Platz das bis dahin beste Ergebnis ihrer Ligageschichte. Gelsenkirchen, gut gestartet, sackte am Ende auf Platz 4 ab, vor dem FC St. Pauli, Dortmund, Köln und würzburg. Die torjägerkanone errang wie auch 2013 Ali-Can Pektas (Marburg), der 20 Treffer für seinen Club erzielte. Als bester Torwart wurde Daniel Soldanski (Gelsenkirchen), Mulgheta Russom (Stuttgart) als bester Abwehrchef, Hasan Koparan als Mittelfeldspieler (Gelsenkirchen) sowie Alex Fangmann (Stuttgart) und Serdal Celebi (hamburg) als bester Allrounder geehrt. Als Newcomer erhielt erstmals ein Guide eine Auszeichnung; Moritz Wolf vom PSV Köln erhielt den Preis für sein Engagement. Den Fairplaypokal der Saison 2014 erhielt der MTV Stuttgart, welcher mit 29 Fouls durch die Saison kam.

Im Oktober 2014 fand zum siebten Mal das Hallenturnier „Keep your mind wide open“ des FC St. Pauli in Hamburg statt. Siegreiches Team in diesem jahr und erstmaliger Gewinner des turniers war der Chemnitzer FC, der nach dem dritten Rang in der Saison 14 seine Leistungen des jahres nochmals unterstrich. Erstmals nahm ein Team aus Belgien sowie Tschechien an diesem Turnier teil. Die Tschechen errangen den zweiten Rang vor dem FC St. Pauli.

Mitte Oktober startete die Deutsche Nationalmannschaft mit einem Freundschaftsspiel in die intensive WM-vorbereitung. Erstmals traf man in Gelsenkirchen auf die direkten Nachbarn aus Belgien. Ersatzgeschwächt ohne Abwehrchef Russom und Offensivkraft Osei und Kuttig gelang den Deutschen nur ein 1:1 Unentschieden. Einziges tor für Deutschland erzielte der Marburger Ali-Can Pektas. Für Deutschland waren mit von der Partie: Alex Fangmann, Lukas Smirek (Stuttgart), Sebastian Schäfer (würzburg), Serdal Celebi (Hamburg), Bayram Dogan (Gelsenkirchen)Hasan Altumbas (dortmund) und Ali Pektas (Marburg). torwarte Sebastian Schleich, Milan Jurkovic, Enriko Göbel und Tim van Aken. Guides Jule Söhner und Werner Nordlone.
Während diesem Freundschaftsspiels feierte der Gelsenkirchener Bayram Dogan seinen nachträglichen Abschied aus der Nationalmannschaft. Dogan gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Nationalmannschaft, war 2007 bei der ersten EM-Teilnahme in Athen mit dabei und schied im Folgejahr aus der Mannschaft aus.

Mitte November brach das Nationalteam zu ihrer ersten Weltmeisterschaftsteilnahme auf. Im japanischen Tokio fand die Weltmeisterschaft 2014 statt. Hier maßen sich 12 Länder miteinander und kämpften um die Trophy. Deutschland erkämpfte sich in der vorrunde mit drei Unentschieden (0:0 gegen Süd Korea, 1:1 gegen Spanien u. 0:0 gegen Argentinien) das Viertelfinalticket, verlor im Viertelfinale aber mit 0:4 gegen den späteren Weltmeister Brasilien. Die Spiele um Platz 5 gegen Japan und Platz 7 gegen Kolumbien verlor man je mit 0:1 und erreichte am Ende Platz 8. Für Deutschland spielten Ali Pektas (Marburg), Serdal Celebi (Hamburg), Sebastian Schäfer (Würzburg), Hasan Altumbas (Dortmund, Kofi Osei (Berlin) sowie Mulgheta russom, Lukas Smirek und alex Fangmann (alle Stuttgart). Im tor standen Sebastian Schleich (Marburg) und Milan Jurkovic (Stuttgart). Guides Jule Söhner und Werner Nordlone. Enrico Göbel als Torwarttrainer, Thilo Nowak als Physio sowie die Trainer Rolf Husmann und Ulrich Pfisterer komplettierten den Kader. Historisches gelang dem Marburger Ali Pektas, welcher das erste WM-tor in der Geschichte für Deutschland erzielte. In der Begegnung Deutschland vs. Spanien erzielte er in der fünften Minute den Führungstreffer für Deutschland. Weltmeister wurde am ende Brasilien, welche Argentinien und Spanien auf die Podiumsplätze verwies.
Erstmals begleitete eine Reportercrew das Event live vor Ort. Julitta Harms und Maurizio Valgolio aus dem Redaktionskreis von www.blindenfussball.net versorgten über die gewohnte Spielbeschreibung sowie Bild- u. Videomaterial die Fans in Deutschland.

2015 – Auf dem Weg zu den Paralympics & Neuling in der Liga

Die Jahresüberschrift versprach bereits „Grosses“ im mittlerweile neunten jahr des blindenfußballs in Deutschland.
Die Nationalmannschaft startete bereits Anfang des jahres die Jagd um den titel. nach dem guten Verlauf der Weltmeisterschaft 2014 befand man sich im Jahr der euro, welche mit einer guten Platzierung das ersehnte Ticket für die Paralympics 2016 in Brasilien bringen sollte. Mit dem bis dahin größten Spielerkader, einem neuen Fitnescoach und angepasstem Management startete man ins jahr. Neben vielen Leistungslehrgängen und fitneseinheiten standen zahlreiche Testspiele auf dem Programm der Mannschaft. Bereits im April reiste das Deutsche Team zu zwei Freundschaftsspielen nach Frankreich. Hier kassierte man im Spiel 1 ein 1:0 Niederlage, trennte sich im Spiel 2 aber mit einem 1:1 Unentschieden. Das tor für Deutschland erzielte der Stuttgarter Vedat Sarikaya.
Ende Mai flog das Team um Kapitän Fangmann für zwei Spiele ins russische St. Petersburg. mit einem Sieg (1:0) gegen die russische Auswahl und einem unglücklichen 1:2 gegen den französischen Meister aus Bordeaux kehrte man in die Heimat zurück. Das Tor für Deutschland schoss der Marburger Ali Pektas sowie Alex Fangmann aus Stuttgart. Für Deutschland spielten Alex Fangmann, Lukas Smirek, Vedat Sarikaya (MTV Stuttgart), Sebastian Schäfer (Würzburg) sowie Taime Kuttig und Ali Pektas (Marburg. Im Tor stand Enrico Göbel aus Würzburg. guide und Physio übernahm Thilo Nowak.

Wie auch in den Vorjahren fand in Chemnitz der „EINS-energie-Cup“ statt. Der Chemnitzer FC war hier siegreich und verwies St. Pauli und Würzburg sowie Berlin auf die Plätze.

Im achten jahr der Blindenfußball-Bundesliga erschien ein überraschender Neuling auf der blindenfußball-bühne. Ein weiterer Bundesligist aus dem „sehenden“ Fußball engagiert sich seit April 2015. Neben dem FC St. Pauli sowie dem Chemnitzer FC stieg im April der FC Schalke 04 ins Blindenfußballgeschäft ein. Die Jungs vom VfB 09/13 Gelsenkirchen um Kapitän Bayram Dogan hatten es geschafft. Bisher als VfB in der Liga aktiv schlüpfen sie künftig ins Dress der Königsblauen. Langjährige Kontakte und Bemühungen haben dieses möglich gemacht.

Im Juni 2015 fanden sich drei weitere neue Standorte auf der deutschen Blindenfußball-Landkarte wieder. Neben einer Trainingsgruppe in Leipzig und Frankfurt stieg der TSV 1860 München ins Blindenfussballgeschäft ein. Somit haben die Bundesländer Hessen, Sachsen und Bayern je zwei Teams. Ziel aller ist mittelfristig in die Liga einzusteigen. Stand Mitte 2015 wird an nunmehr 15 Standorten trainiert. Davon finden sich 9 Teams in der Liga wieder. Die Standorte Hannover, Oldenburg, Mainz wie auch Saarbrücken haben ihren aktiven Trainingsbetrieb eingestellt.

Beim dritten Bukowize Cup in Tschechien im Juni 2015 glänzte zum dritten Mal das Team Bahia aus Brasilien und verwies Thessaloniki und den FC St. Pauli auf die Plätze. Aus Deutschland befanden sich der Chemnitzer FC und der FC St. Pauli im Teilnehmerfeld. Chemnitz errang am Ende Platz 5. Erstmals nahmen Teams aus Irland und Belgien an diesem Großevent teil.

Anfang Juli 2015 traf Deutschland nach 2014 erneut für zwei Freundschaftsspiele auf das Nationalteam aus Belgien. Diesmal in Belgien erreichte Deutschland einen 2:0 Sieg (beide tore durch Pektas) sowie eine 0:1 Niederlage. Für Deutschland spielten russom, Fangmann, Smirek, Schäfer, Pektas, Kuttig sowie Celebi. Im tor standen göbel und Schleich.

Während einer Veranstaltung des Freundeskreis der Blindenfußball-Nationalmannschaft traf das Deutsche Nationalteam am 25.07.2015 in göttingen zweimal auf das Team aus Spanien. Im Jan-Stadion zu Göttingen verlor Deutschland beide Partien (0:1 und 0:2).

Am 20. August bracht das Team-Germany nach England auf, um zum mittlerweile fünften Mal an Europameisterschaften teilzunehmen. In der Gruppe mit England, Polen, Italien und türkei scheiterte man aber bereits an der Hürde Gruppenphase. Nach einem 0:0 gegen die trkei, einem 0:2 gegen England, einem 2:0 Sieg gegen Polen und einem 1:0 Sieg gegen Italien reichte es am ende nicht für das Halbfinale. Im Spiel um Platz 5 verlor Deutschland im weiteren Verlauf gegen Frankreich im Sechs-Meter-Schiessen und beendete die EM somit auf Platz 6. Europameister wurde erstmals die türkei, Silber ging an Rußland, Bronze errang Spanien. Für Deutschland spielten Alex Fangmann, Lukas Smirek und Vedat Sarikaya (MTV Stuttgart), Taime Kuttig (MArburg), Sebastian Schäfer (Würzburg), Serdal Celebi und Rasmus Najes (St. Pauli) sowie Kofi Osei (Viktoria Berlin). torwarte Enrico Göbel und Sebastian Schleich. Guide Werner Nordlone.

Mitte September fand auch Deutschland seinen clubmeister. In der 8. Ligasaison ging es am ende heiss her. Am letzten Spieltag hatten noch vier Mannschaften Chancen auf den titel. Am ende standen die Jungs von Sportfreunde aus Marburg zum mittlerweile dritten Mal in der Ligageschichte ganz oOben und verwiesen den Chemnitzer FC und den Rekordmeister MTV Stuttgart auf die Plätze. Platz 4 erreichte Schalke 04 vor dem FC St. Pauli.

Anfang Oktober brach Deutschland zu ihrer ersten Länderspielreise auf den Afrikanischen Kontinent auf. Ägypten hatte zu einem Dreiländerturnier geladen. Zusammen mit Frankreich spielten Deutschland einen Mini-Cup aus. Deutschland holte sich mit einem 1:1 gegen Ägypten und einem 1:0 gegen Frankreich den Cup. Für Deutschland waren mit von der Partie Enrico Göbel und Sebi Schleich im tor, Smirek, Fangmann, Celebi, Narjes und Kuttig als Feldspieler.

Erstmals in der Geschichte des blindenfußballs fanden Mitte Oktober Afrikameisterschaften statt. Hier kämpften sechs Länder um den Afrikatitel und um das ticket für die Paralympics 2016. Vertreten waren die Länder Marokko, Senegal, Elfenbeinküste, Mali, Ägypten und Kamerun.

Stand, 23. Okt. 2015

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