Der 2. Spieltag in der Zusammenfassung

Zahlreiche Zuschauer sahen bei gewohnt norddeutschem Regen den 2. Spieltag und gleichzeitig ersten Vereinsspieltag der Blindenfußball-Bundesliga in Hamburg. Die Paarungen im Überblick:

Dortmunds Chancenwucher wird bestraft

In der Auftaktpartie des zweiten Spieltags kommt der BVB gegen Viktoria Berlin nicht über ein 1:1 hinaus. Nach der frühen Führung durch Hasan Altunbas verpassten die Westfalen weitere Treffer nachzulegen, Fuhrmann und Schäfer scheiterten jeweils am Aluminium. Und so war es Edis Veljkovic, der 30 Sekunden vor Spielende – nach einer Unstimmigkeit in der Defensive – den Ball aus Nahdistanz zum umjubelten Ausgleichstreffer spitzelte und für Frust bei den Dortmundern sorgte, die ihren zweiten Saisonsieg verpassten.

Torschützen:
0:1 Altunbas
1:1 Veljkovic

Marburg unterstreicht Titelambitionen

Beim zweiten Spiel des zweiten Spieltags setzten sich die Nordhessen deutlich mit 4:0 gegen Chemnitz durch. Die Vorzeichen waren dabei klar: Marburg mit Rückkehrer Taime Kuttig (zuvor Dortmund) war gegen die neu formierten Chemnitzer Favorit. Und dieser Rolle wurden sie gerecht. Schon in der 5. Spielminute erzielte Alican Pectas das 1:0 für Marburg. In der Folge hielt Chemnitz gut dagegen, bis kurz nach der Halbzeit ausgerechnet Nationalkeeper Sebastian Themel ein folgenschwerer Fehler unterlief. Bei einer Marburger Chance griff er nach und überschritt dabei seinen Torraum. Den fälligen Strafstoß verwandelte Thomas Horn souverän. Danach war das Spiel quasi entschieden, Marburg konnte am Ende durch zwei Treffer durch Björn Hoppmann noch erhöhen und gewinnt verdient mit 4:0.

Torschützen:
1:0 Pektas
2:0 Horn
3:0 Hoppmann
4:0 Hoppmann

MTV Stuttgart nimmt Hürde „FC Schalke 04“

Favoriten im Gleichschritt. Nach dem vorherigen Sieg der Marburger zog der MTV Stuttgart mit einem 2:0-Erfolg gegen den FC Schalke 04 nach. Matchwinner der Partie war Alexander Fangmann, der beide Treffer erzielte. Gegen den misslungenen Saisonstart der „Königsblauen“, mit zwei Niederlagen in zwei Begegnungen, wehrte sich insbesondere S04-Angreifer Hasan Koparan. Der Nationalspieler ließ aber einige aussichtsreiche Möglichkeiten liegen. Zudem war Koparan in der Offensive oft auf sich alleine gestellt – die fehlende Entlastung, die der Angreifer benötigte, machte sich im Spielverlauf deutlich bemerkbar – spätestens, als Fangmann mit seinem zweiten Treffer die Entscheidung herbeiführte. „Von der Punkteausbeute ist der Saisonstart schon nach unserem Geschmack, aber wir müssen noch an unserem Fein-Tuning arbeiten“, sagte der Nationalmannschafts-Kapitän nach der Partie.

Tore:
1:0 Fangmann
2:0 Fangmann

FC St. Pauli siegt gegen harmlose Berliner

Der Gastgeber behält seine weiße Weste und bleibt als einziges Team nach zwei Spielen ohne Punktverlust und Gegentor. Die Kiezkicker stellten die Weichen durch Serdal Celebi auf Sieg. Anschließend verhinderte der Berliner Torhüter Moritz Klotz einen höheren Rückstand. Immer wieder packte er starke Paraden gegen Celebi, Rasmus Narjes und den immer stärker werdenden Paul Ruge an. Mit den schwierigen äußeren Bedingungen kamen die technisch starken Kiezkicker besser zurecht. Der rutschige Ball wäre St. Pauli-Keeper Sven Gronau zum Ende des ersten Durchgangs beinahe zum Verhängnis geworden als er einen Distanzschuss von Edis Veljkovic wohl außerhalb des Torraums kontrollierte. In der zweiten Halbzeit riss Ruge mit seinen Nähmaschinendribblings dann immer wieder Lücken in den Abwehrverbund der Viktoria. Den Spielern aus der Hauptstadt schwanden im Verlauf ihrer zweiten Partie des Tages immer mehr die Kräfte. Ruge bestrafte das gegen Ende mit zwei weiteren Treffern und machte so den Sack für den FC St. Pauli zu.

Tore:
1:0 Celebi
2:0 Ruge

Cavdar-Gala gegen Viktoria Berlin

Ohne jede Chance waren die Bundeshauptstädter gegen die Auswahl des S04. Nicht einmal eine Minute war gespielt, als Hasan Koparan den Torreigen eröffnete. Wenig später folgte der Auftritt von Ali Cavdar, der die Berliner mit vier Treffern fast im Alleingang abschoss.Wiederrum Koparan setzte mit seinem zweiten Tor den deutlichen 6:0-Schlusspunkt. Die „Königsblauen“ feiern damit nach dem misslungenen Saisonstart von zwei Niederlagen aus den ersten beiden Partien ihren ersten Erfolg.

Tore:
1:0 Koparan
2:0 Cavdar
3:0 Cavdar
4:0 Cavdar
5:0 Cavdar
6:0 Koparan

Hasan Koparan (Schalke 04) im Duell mit Nico Rother (Viktoria Berlin).
Hasan Koparan traf gegen Viktoria Berlin doppelt.

FC St. Pauli siegt im Spitzenspiel gegen Marburg

Einen großen Schritt Richtung Finale haben die Kicker des FC St. Pauli gemacht. In einer taktisch geprägten Partie waren beide Mannschaften auf ihre Defensivarbeit bedacht. Bei Angriffen zog sich das jeweils gegnerische Team meist bis fast an den eigenen Strafraum zurück. Die beste Möglichkeit des ersten Durchgangs hatte Thomas Horn, der nach einem Foul von Rasmus Narjes an Alican Pektas vom Sechsmeterpunkt scheiterte. Im zweiten Durchgang waren die Mittelhessen weitesgehend die aktivere Mannschaft – bis Robert Warzecha ein Tempodribbling von Paul Ruge acht Meter vor dem Tor nur mit einem Foul stoppte. Den anschließenden Freistoß verwandelte Rasmus Narjes – Marburgs Torhüter Martin Mania war zwar noch mit den Fingerspitzen am Ball, konnte den Gegentreffer aber nicht verhindern. Geschockt vom Rückstand bot sich wenige Minuten später erneut eine Lücke im Defensivverbund der Blau-Gelben, die Narjes mit seinem zweiten Treffer der Partie ausnutzte, die Entscheidung herbeiführte und somit seinem Team drei wichtige Punkte im Kampf um die Finalteilnahme beim Platzierungsspieltag in Düsseldorf sicherte.

Tore:
1:0 Narjes
2:0 Narjes

Fangmann sichert Stuttgart Platz zwei

Lange Zeit taten sich die Stuttgarter gegen die tiefstehenden Sachsen schwer. Das Team von Nationaltorhüter Sebastian Themel stand in der Defensive kompakt und ließ lediglich einen Pfostentreffer von Alexander Fangmann zu. Allerdings: In der Offensive war Bundesliga-Debütant Milad Zoveidari auf sich alleine gestellt und konnte gegen die sicherstehende Abwehr der Stuttgarter kaum Akzente setzen. Dennoch: Das 0:0 zur Halbzeit ist als Teilerfolg für den CFC zu werten. Bis zum Abpfiff sollte Themel aber seine „weiße Weste“ verlieren. Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel durchbrach Alex Fangmann die Chemnitzer Hintermannschaft und erzielte das 1:0. Nur fünf Zeigerumdrehungen später machte Fangmann die Vorentscheidung mit seinem Doppelpack perfekt und übernahm mit dem dritten Treffer der Partie und dem gleichzeitigen Endstand auch die alleinige Führung in der Torschützenliste (fünf Treffer)

Tore:
0:1 Fangmann
0:2 Fangmann
0:3 Fangmann

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