St. Pauli nach 5:0-Kantersieg gegen Chemnitz mit besten Finalaussichten

Einseitige erster Halbzeit – St. Pauli macht sofort Druck

Gleich zu Beginn der Partie tauchte Serdal Celebi immer wieder gefährlich vor dem Chemnitzer Tor auf. Das erste Tor für die Kiez-Kicker erzielte dann aber Rasmus Narjes in der zehnten Spielminute. Halblinks vor dem Strafraum zog der lange Siebener mit dem rechten Fuß ab und versenkte die Kugel halbhoch in der linken Ecke – Keine Abwehrchance für Sebastian Themel.

Rasmus Narjes markiert den Führungstreffer – Sebastian Themel hat keine Chance.

Themel verhindert höheren Rückstand zur Pause

Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs gab es dann immer wieder gute Möglichkeiten für die Hamburger. Eine solche nutzte der agile Celebi dann in der sechzehnten Minute zum verdienten 2:0. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch zum Pausentee. Dass der Rückstand zur Halbzeit nicht noch höher ausfiel, lag allein am wieder mal glänzend aufgelegten CFC – Schlussmann Themel.

CFC – Schlussmann Sebastian Themel verhinderte vor der Halbzeit einen höheren Rückstand.

Zweite Halbzeit – gleiches Bild: St. Pauli torhungrig, Chemnitz ohne Chance

Dabei verzichteten die Hamburger sogar teilweise auf ihre Stamm-Offensive und ließen Rasmus Narjes und Serdar Celebi draußen. Dafür erhielten Mikel Preul und Nick Hämmerling, der sein Bundesliga-Debüt feierte, Einsatzzeiten. Die Chemnitzer hielten weiter tapfer gegen, Mitte der zweiten Halbzeit sorgte dann aber Paul Ruge mit einem Doppelpack für die Entscheidung. Dem 3:0 ging dabei ein toller Sololauf des Hamburgers über die Hälfte des Spielfeldes voraus.

Paul Ruge krönt einen tollen Solo-Lauf mit dem 3:0.

Zum Ende des Spiels leistete sich dann auch der beste Chemnitzer einen Fehler. Sebastian Themel wehrte einen Versuch der Kiezkicker ab, überschritt dabei aber seinen Zwei-Meter-Raum. Den fälligen Strafstoß verwandelte Nick Hämmerling scharf und sicher unter die Latte zum 5:0-Endstand.

Danach ließen es beide Mannschaften ruhiger angehen. Am Ende steht ein auch in der Höhe verdienter 5:0-Erfolg der St. Paulianer über den Chemnitzer FC. Während sich die Hamburger die Tabellenführung zurückholten und somit beste Chancen auf eine erneute Finalteilnahme haben, bleiben die Sachsen weiterhin punktlos.

Nic Hämmerling (FC St. Pauli): „Es war für mich der erste Einsatz in der Blindenfußball-Bundesliga. Ich konnte das Spiel genießen, ich hatte ja nichts zu verlieren, weil beim ersten Spiel ja auch alle nicht so viel erwarten. So bin ich auch ruhig in das Spiel gegangen und es hat Spaß gemacht. Für uns als Team ist es natürlich gut, wenn wir in der Breite auch gut aufgestellt sind. Beim Sechsmeter dachte ich mir, dass ich einfach locker bleiben muss, ‚mach das cool, bleib ruhig‘, habe ich gesagt. Im Training habe ich auch schon einige Sechster gut getroffen und das hat heute ja auch wieder geklappt. Wir haben uns für das Spiel heute gedacht, dass wir heute mit anderer Ruhe als gegen Stuttgart spielen wollen und ich hatte den Eindruck, dass wir das dann gut hinbekommen haben.“

Sebastian Themel (Chemnitzer FC): „Wir nehmen aus dem Spiel mit, dass wir viel Arbeit haben, dass wir ganz viel trainieren müssen, denn mit so einer Leistung wird es auch mit solch einer Leistung in Dortmund beim kommenden Spieltag schwer, gegen Berlin zu bestehen. Wir müssen uns vorne verbessern und da deutlich besser angreifen. Mit Philipp (Tauscher, Anm. d. Red.) haben wir jemanden, der da schon Akzente setzen kann. Wenn er noch mehr trainieren könnte, weil er ja auch viel Goalball spielt, dann könnte das noch besser klappen. Wir hoffen gegen Berlin, dass wir alle, die wir zur Verfügung haben, auf den Platz bekommen und dann die Spieler auch mehr Vertrauen in die Guides haben und mehr auf diese hören. Dann haben wir auch eine Chance gegen Berlin.“

 

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