Tauscher beschert Chemnitz den „Lucky Punch“

Ein anspruchsvolles und kräftezehrendes Wochenende liegt vor der Viktoria aus Berlin. Die Blindenfußballer aus der Bundeshauptstadt müssen an diesem Wochenende gleich drei Spiele absolvieren. Nach dem Auftakt gegen Schlusslicht Chemnitzer FC treffen die Berliner am späten Samstagnachmittag auf Blau-Gelb Marburg, am Sonntag wartet das Duell mit dem MTV Stuttgart.

In der Partie gegen den CFC war die Viktoria in der Offensive zunächst bemüht, sich aussichtsreiche Chancen zu erspielen. Insbesondere der junge, talentierte Nico Rother versuchte die Chemnitzer-Hintermannschaft mit Dribblings zu überraschen und zu bezwingen – allerdings ohne Erfolg. Beide Keeper wurden im ersten Durchgang zunächst wenig geprüft – auch, weil die Sachsen ihren Fokus zunächst auf eine kompakte Defensive setzten und der technisch starke Philipp Tauscher von seinen Mitspielern daher nur selten in Szene gesetzt wurde.

Symptomatisch: Berlins Nico Rother versucht sich gegen die dichtgestaffelte Chemnitzer Hintermannschaft durchzusetzen. Foto: Jonas Bargmann
Symptomatisch: Berlins Nico Rother versucht sich gegen die dichtgestaffelte Chemnitzer Hintermannschaft durchzusetzen. Foto: Jonas Bargmann

Im zweiten Durchgang versuchte der Tabellenvorletzte weiterhin die Chemnitzer Hintermannschaft zu überwinden. Edis Vejlkovic prüfte Nationalkeeper Themel kurz nach dem Seitenwechsel aus zehn Metern.  Mit einer glänzenden Parade bewahrte dieser seine Mannschaft vor dem Rückstand. Wenig später stand Lars Stetten freistehend vor dem CFC-Gehäuse, wurde von Rother bedient, aber konnte das Spielgerät nicht kontrollieren, sodass die Chance verpuffte. Mitte der zweiten Halbzeit prüfte Rother von der halbrechten Position Themel, der allerdings keine Probleme mit diesem Schussversuch hatte.

Rassiges Duell an der Seitenbande: Steven Herzig (himmelblaues Trikot) schirmt den Ball vor Nico Rother ab. Foto: Jonas Bargmann

Von den Sachsen war in der Offensive nahezu wenig zu sehen – bis wenige Minuten vor Spielabpfiff. Philipp Tauscher nimmt Maß und trifft aus sechs Metern zum überraschenden 1:0, das zugleich auch der Endstand ist. Mit diesem Sieg klettert der CFC auf Platz sechs und darf sich berechtigte Hoffnungen machen, am Platzierungsspieltag in Düsseldorf um Platz fünf spielen zu dürfen.

Chemnitz-Torhüter Sebastian Themel ist mit seiner Mannschaft zufrieden.
Chemnitz-Torhüter Sebastian Themel ist mit seiner Mannschaft zufrieden.  Foto: Florian Eib

Philipp Tauscher (Chemnitzer FC): „Wir haben bis zum Schluss gekämpft. Der Sieg war am Ende verdient. Wir hoffen, dass es jetzt noch klappt mit dem Spiel um Platz fünf. Berlin hat jetzt noch schwere Spiele.“

Lars Stetten (FC Viktoria 1889 Berlin): „Am Ende fehlten uns zwei bis drei Körnchen. Das ist echt ärgerlich. Aus einer kompaktstehenden Defensive wollten wir Nadelstiche setzen und in der 38. Minute – mit dem Gegentreffer – ist unsere Formation dann im Eimer gewesen. Es muss viel zusammenkommen, damit wir das Spiel um Platz fünf bestreiten dürfen. Wir werden aber bis zur letzten Sekunde kämpfen, gegen Stuttgart sehe ich uns nicht komplett chancenlos.“

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