BVB schlägt Düsseldorf in Soest

Borussia Dortmund gewinnt dank eines Hattricks von Jonas Fuhrmann das Auswärts-Heimspiel in Soest gegen die Spielgemeinschaft aus Düsseldorf und Köln.Das nordrhein-westfälische Duell begann trotz drückender Sonne schwungvoll. Die Rollen waren dabei klar verteilt. Dortmund drückte, Düsseldorf/Köln konnte nur reagieren statt agieren. Das Highlight in der Startphase (2’) war ein Pfostenknaller von BVB-Kapitän Altunbas. Wenige Minuten später nahm der Dortmunder erneut Maß. Diesmal aber richtig. Ein wuchtiger Schuss aus sieben Metern landete zentimetergenau im linken unteren Eck – unhaltbar für Spielgemeinschaft-Schlussmann Klaudiusz Dittrich.
Und war der Motor gerade richtig geölt, schaltete Dortmund eher einen Gang zurück als nach oben. Somit pflügte Leihspieler Philipp Tauscher – einer von drei Leipzigern im Kader der Fortuna – mehrmals durch den Dortmunder Strafraum. Der Ertrag blieb jedoch aus.
Danach übernahm der BVB wieder die Initiative. Auffällig weiterhin Altunbas, der mit seinem Abschluss zuerst an Torhüter Dittrich scheiterte, danach einen Sechsmeter-Strafstoß links neben das Tor setzte.
Es blieb also bei der hauchzarten 1:0 Halbzeitführung für die Schwarzgelben.

Jonas Fuhrmann führt den Ball und dribbelt auf das Düsseldorfer Tor zu.

Das Spiel nimmt Fahrt auf

Und auch die zweite Halbzeit eröffnete Dortmund mit großem Offensivdrang. Glänzend parierte Dittrich für Düsseldorf/Köln gleich zweimal zu Beginn der zwanzig Minuten – herausragend, wie er einen Ball aus dem Winkel kratzte. Die knapp 40 Zuschauer – einige davon mit BVB-Fanshirts – hatten den Torschrei bereits auf den Lippen. Aber jubeln durfte hernach die Fortuna. Aus dem nichts tankte sich die einzige Spitze Philipp Tauscher durch und legte einen Ball aus Nahdistanz und mit Unterstützung des linken Torpfostens zum 1:1 in die Maschen (27.).

Fuhrmann zeigt sich treffsicher

Nach dem 2:1 Sieg von Wien gegen Stuttgart am Mittag lag die nächste Überraschung in der Luft. Es dauerte aber nur wenige Minuten bis sich der agile Offensiv-Wirbler Jonas Fuhrmann freispielte und mit einem Doppelschlag in der 30. und 31. Minute das schwarz-gelbe Herz höher schlagen ließ. Die Führung ging zu diesem Zeitpunkt auch in der Höhe voll in Ordnung. Zu dominant und spielwitzig präsentierte sich der BVB – auch unter den Augen von Vereins-Urgesteins Reinhard Rauball. Und der vom einstigen Bundesinnenminister Thomas de Maizière geadelte „Gentleman des deutschen Fußballs“ sah auch, wie Fuhrmann in der Endphase der Partie alle Punkthoffnungen von Düsseldorf/Köln zunichte machte. In der 34. Spielminute traf der Nationalspieler als fünf Metern halblinks vom Tor nicht nur zum lupenreinen Hattrick, sondern auch zur ebenso verdienten, wie auch komfortablen 4:1 Führung für die Borussia.

Düsseldorf/Köln kann nicht mehr kontern

Gezeichnet vom aufreibenden Verteidigungsakt und der stehenden Wärme auf dem Sportplatz des SV Westfalen Soest, konnte Düsseldorf/ sich nachfolgend weiterhin zwar auf ihren besten Mann – Torhüter Klaudiusz Dittrich – verlassen. Überragend, wie der 42-Jährige immer wieder seinen Kasten bereinigte und Lücken in der Abwehr ausputzte. Gleichzeitig gelang der Spielgemeinschaft kaum mehr Entlastung nach vorn. Folglich endete die Partie mit einem 4:1 Sieg für den BVB – ein Sieg, der auch in der Höhe völlig in Ordnung geht.

Stimmen zum Spiel: „Düsseldorf hat gut gespielt, wir eher nicht. Wir nehmen das als Sieg und wissen aber auch, dass das alles heute nicht so toll war und wir uns noch steigern müssen. Wir haben ja auch durch die EM wenig Zeit gehabt, uns zu regenerieren. Aber das soll keine Ausrede sein. Natürlich sind wir erleichtert, dass wir hier mit drei Punkten raus gehen. Und morgen müssen wir dann gegen St. Pauli ran. Das wird schwer, wir müssen uns steigern, aber beim Fußball ist vieles möglich und morgen kann es schon wieder ganz anders laufen.“

Daniel Hoss: „Ich finde wir haben uns im Vergleich zum ersten Spiel schon gesteigert. Unser Plan war hinten dicht zu machen. Das 1:4 klingt zwar nicht so, aber ich finde, dass es uns trotzdem gut gelungen ist. Die Wetterbedingungen sind hier schwer. Mir ist zwischendurch schwindelig geworden. Ich bin froh, dass wir an diesem Wochenende nur ein Spiel haben. So können wir morgen regenerieren und dann schauen wir, wie es zum nächsten Spieltag in Gelsenkirchen laufen wird.“

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