Chemnitz läutet nach Abgängen Übergangsjahr ein

In seiner Interviewreihe für MeinSportradio.de hat sich Felix Amrhein alle sieben Teams der Deutschen Blindenfußball-Bundesliga (DBFL) 2018 vorgenommen. Gemeinsam mit dem Schlussmann des Chemnitzer FC Sebastian Themel blickt er voraus auf die kommende Spielzeit der Himmelblauen.

Im Endspurt blieb die Luft aus

Lange Zeit sah der CFC in der vergangenen Saison nach einem heißen Kandidaten für das Finalspiel um die deutsche Meisterschaft aus. Doch am letzten regulären Spieltag blieben die Ergebnisse aus und die Sachsen rutschten auf den dritten Rang ab. In einem packenden Spiel um den verbliebenen Podiumsplatz unterlag man dann zu allem Unglück auch noch dem FC Schalke 04 knapp mit 2:3. Kein Finale, kein Podium. Am Ende blieb der unddankbare vierte Platz.

Kein Freund von Playoff-Systemen

Im Gespräch über den Ligamodus und den abschließenden Finalspieltag äußerte sich Nationaltorwart Themel klar gegen das Playoff-System. Als „fußballuntypisch“ bezeichnete er die Entscheidungsspiele. Wer im Jeder-gegen-Jeden-Modus am Ende oben an der Tabelle stehe, habe es auch verdient, deutscher Meister zu werden. Er regte die Überlegung zur Rückkehr zum alten System an und brachte auch eine doppelte Runde an fünf Vereinsspieltagen ins Spiel.

Ohne Vorbereitungsspiel in die Saison

Anders als in der Vergangenheit fand diesen Frühling kein Vorbereitungsturnier in Chemnitz statt. So geht der CFC ohne frische Spielpraxis in die Saison, aber der Trainingseindruck stimmt Themel dennoch recht zufrieden. Trotz allem ist das Gesicht der Sachsen in dieser Saison ein anderes. Mit Jörg Fetzer, der zu Borussia Dortmund wechselt, und Robert Matthies, der in Franken einen neuen Job angetreten hat, fehlen zwei wichtige Stützen der vergangenen Jahre. Themel benutzt vorsichtig das Wort „Übergangsjahr“. Ziel sei es, neue Spieler an die Liga heranzuführen und das ein oder andere Match womöglich auch nur knapp für sich zu entscheiden.

Wiedersehen gleich zum Auftakt

Der Chemnitzer FC eröffnet am 5. Mai um 10.00 Uhr gegen Borussia Dortmund die Saison 2018. Direkt im ersten Spiel kommt es also zum Wiedersehen mit Jörg Fetzer, der sinnbildlich für den Aufschwung des CFC der vergangenen Jahre stand. Nun läuft er im Borussendress auf und wird versuchen, seinen alten Teamkollegen den Start zu verhageln. Sebastian Themel wünscht sich zumindest „zu null zu spielen, dann wäre der erste Punkt schon mal sicher.“

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